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Wurzen Der Winter nagt am Wurzener Straßennetz
Region Wurzen Der Winter nagt am Wurzener Straßennetz
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05:00 30.03.2013
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Wurzen

Eine Antwort darauf, wann mit den Reparaturarbeiten der Schlaglochpisten begonnen werden kann, blieb der Sachgebietsleiter aber schuldig. Zunächst einmal sei Wurzen aufgefordert, eine Liste der desolaten Trassen beim Sächsischen Städte- und Gemeindetag einzureichen.

Der kommunale Spitzenverband übermittle dann den gesammelten Mängelkatalog ans Wirtschaftsministerium, fügte Oberbürgermeister Jörg Röglin (parteilos) an. Zwar habe Dresden bereits Fördergelder in Aussicht gestellt. In welcher Höhe diese fließen, wusste der 43-Jährige jedoch nicht zu sagen. Die Zeit bis dahin wolle die Verwaltung nutzen, einen Prioritäten-Index aufzustellen. Im Vorjahr erhielten übrigens erst Anfang August zehn Straßen eine frische Deckschicht dank 52000 Euro aus dem Förderprogramm Winterschäden des Freistaates.

Doch nicht nur mit den Straßen beschäftigten sich am Mittwoch die Volksvertreter. Auf Bitte des Stadtrates Wolfgang Gloger (Bürger für Wurzen) zur letzten Ratssitzung am 6. März gab Michael Zerbs vom Fachgebiet Tiefbau einen Überblick zum Zustand der Gehwege. Gloger bemängelte dazumal die Qualität einer Vielzahl von Bürgersteigen in der Stadt, so zum Beispiel in der Theodor-Körner-Straße. Wie Zerbs versicherte, verfolge die Verwaltung schon seit zehn Jahre eine Strategie zum Ausbau der Trottoire. Eben deshalb werde von Jahr zu Jahr eine Bedarfsliste ermittelt. Grundlage hierfür bilde ein Zensurenspiegel, der nicht nur die derzeitige Güte des Weges beinhalte, sondern zugleich seine Bedeutung und mögliche Hindernisse bei der Sanierung einbeziehe. Note eins steht für sehr gut, Note vier für verkehrsunsicher. Zu den Problemen des Gehwegbaus zählte Zerbst unter anderem die Finanzierung, aber auch Alleebäume. Wie im Amts- oder Dehnitzer Weg erschwere nämlich das Wurzelwerk oftmals eine Erneuerung. Mehr denn je rückten zudem Senioren mit Rollator in den Blickpunkt der Planer. Gerade darauf machte nochmals Gloger in der anschließenden Diskussion aufmerksam. Der Parlamentarier verfolgte auf einem Besucherstuhl die Sitzung, da er kein Ausschussmitglied ist. Seiner Beobachtung nach müssten ältere Bürger insbesondere in der Körnerstraße zwischen der Kaufhalle und Fußgängerampel auf die Straße ausweichen. Daher regte er an, den Aspekt Barrierefreiheit in Zukunft als Benotungskriterium aufzunehmen.

Auf Vorschlag von Oberbürgermeister Röglin wird nunmehr die von Zerbst vorgestellte Bedarfsliste den Stadtratsfraktionen zugestellt, damit sich diese innerhalb der politischen Interessengruppe austauschen können.

Kai-Uwe Brandt

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 30.03.2013

Kai-Uwe Brandt

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