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Wurzen Der Zufall rettet den Nachmittag in Hohburg
Region Wurzen Der Zufall rettet den Nachmittag in Hohburg
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18:14 17.04.2017
Besucher im Hohburger Steinarbeiterhaus. Quelle: Foto: Bert Endruszeit
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Hohburg

Was wäre ein Osterfest ohne Ostereierrollen, Ballwerfen und Ähnliches? Das dachten sich auch die Akteure vom Förderverein Museum Steinarbeiterhaus in Hohburg. Beim österlichen Bällewerfen probierte sich auch die dreijährige Friederike aus, assistiert von Ingrid Ehrig und Michaela Jacob – nur zwei der vielen ehrenamtlichen Helfer, die sich auf dem Gelände des Steinarbeiterhauses um die Besucher kümmerten. Friederikes Eltern Jana Strehle und Nico Müller kamen aus Machern nach Hohburg. „Wir hatten in der Zeitung davon gelesen und sind zum ersten Mal hier.“ Man müsse ja nicht immer große Touren unternehmen, um etwas zu erleben. „Es ist ja häufig leider so, dass die interessanten Dinge genau vor der Tür stattfinden und man dann doch nie hinfährt“, erklärten die beiden jungen Leute. Dabei hat die Familie sogar einen persönlichen Bezug zum Steinarbeiterhaus. „Mein Opa hat hier vor einigen Jahren ein Paar historische Holz-Ski für das Museum abgegeben“, erinnerte sich Jana Strehle.

Um ein Haar wäre der musikalische Teil des Ostersonntags ausgefallen. Aber nicht etwa wegen der sehr gemischten Wetterlage. Angesagt hatte sich ursprünglich „Fairydust“ aus Chemnitz. Die Chemnitzer Folk-Fee Ute Langjahr tourt seit neun Jahren unter diesem Künstlernamen durch die Lande. „Fairydust“ ist übrigens der goldene Schimmer, den eine Fee umgibt. Mit keltischen Weisen und Gitarrenklängen wollte sie am Sonntag auch in Hohburg das Publikum verzaubern. „Doch um 13 Uhr rief sie an und teilte mir mit, dass sie auf der Autobahn in einen Unfall verwickelt sei und nicht kommen kann“, so Matthias Müller, Chef des Steinarbeiterhauses. „Aber wie soll man bloß am Ostersonntag so schnell Ersatz bekommen?“ Ein im Normalfall wohl kaum lösbares Problem, denn welcher Künstler lässt sich schon am Feiertag innerhalb weniger Stunden für einen Auftritt in den Hohburger Bergen gewinnen? Doch wie der Zufall so spielt, sah Müller das Auto einer aus Hohburg stammenden Musikerin am Straßenrand stehen. „Julia Lehne war hier gerade zum Osterschmaus im Familienkreis zu Besuch.“ Müller engagierte sie buchstäblich vom Fleck weg oder besser gesagt vom Tisch weg für einen Auftritt am Osterfeuer.

Schnell fuhr sie nach Leipzig zurück, holte dort Harfe und Gitarre und kam rechtzeitig wieder in Hohburg an. „Sie wurde so zur Retterin unseres musikalischen Nachmittages“, zollte ihr Müller Anerkennung. Eine Geschichte mit viel Herzklopfen, die ganz sicher Eingang in die Chronik des Hohburger Steinarbeiterhauses finden wird. Nächste musikalische Veranstaltung wird übrigens am Pfingstsonntag ab 16 Uhr ein Auftritt der Gruppe „Simple Song“ aus Dresden sein.

Von Bert Endruszeit

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