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Der neue Mann im KiJuWu

Der neue Mann im KiJuWu

Tobias Werny wusste von Beginn an, dass er in große Fußstapfen tritt. Denn seine Vorgängerin Martina Abresch war das Kinder- und Jugendhaus Wurzen (KiJuWu), und das KiJuWu in der Alten Nischwitzer Straße 4 war Martina Abresch.

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Der neue Mann im Kinder- und Jugendhaus Wurzen: Tobias Werny übernahm Anfang des Jahres die Einrichtung von Martina Abresch.

Quelle: KaiUwe Brandt

Wurzen. Doch mittlerweile hat sich der 37-Jährige eingefuchst und mit dem kürzlichen Kindersicherheitstag bravourös seine Feuertaufe bestanden.

Träger der Villa (erbaut 1869), in der einst Heinrich Beda, Besitzer der Papierfabrik, wohnte und sie 1929 an den Teppichfabrikanten Arthur Bechtold verkaufte, ist seit 1997 die Kindervereinigung Leipzig. Von der ersten Stunde an dabei: Diplomsportlehrerin Abresch. Doch zum Januar dieses Jahres ging sie in den wohlverdienten Ruhestand. Auf die Ausschreibung hin bewarb sich Werny, der aus Saarlouis stammt. Der Führungswechsel erfolgte geräuschlos, ohne großes Tamtam und eine Übergangszeit im Duett. "Erstmals stellte ich mich zur Weihnachtsfeier im KiJuWu vor." Zur Seite stehen Werny zwei ABM-Kräfte, ansonsten managt er die Einrichtung mit einem Stamm von 30 bis 40 Jugendlichen zwischen zwölf und 18 Jahren allein. Eben deshalb hat er von der Stadt noch nicht allzu viel gesehen, will dies aber peu à peu nachholen. Als Nächstes sei ein Gespräch mit Oberbürgermeister Jörg Röglin geplant; Barbara Schneider vom Fachbereich Kultur, Schulen, Sport und Soziales lernte der diplomierte Sozialpädagoge und Sozialarbeiter schon kennen. Doch wie verschlug es Werny an die Mulde? "Ich studierte nach meinem Zivildienst an der Fachhochschule Lausitz in Cottbus, die vor knapp zwei Jahren mit der Technischen Universität Cottbus zur Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg fusionierte." Die erste Etappe seines Berufsweges führte ihn 2004 nach Dresden. Sieben Jahre lang wirkte er beim Modellprojekt "Plan B" mit, welches sozialpädagogische Hilfe rund um den Jugendarrest leistete.

Durch den Umzug in die Nähe Leipzigs suchte der KiJuWu-Leiter nach einem Betätigungsfeld in der Jugendarbeit und bewarb sich bei der Kindervereinigung Leipzig - mit Erfolg. "Natürlich möchte ich gern Altbewährtes erhalten, aber ebenso Neues aufbauen." Dabei will Werny auf die Interessen derer zurückgreifen, die das Haus nutzen, und gemeinsam mit ihnen die Ideen umsetzen. Zu dem, was bleibt, zähle der Sommerferienpass. Und zu dem was kommt, der Ideen-Brunch. Start für ein leckeres Frühstück am Vormittag in trauter Runde und hoffentlich vielen Vorschlägen ist am Sonnabend, 20. Juni ab 9 Uhr. Eingeladen sind alle Freunde und Förderer des KiJuWu. Noch können sich Interessenten hierfür per E-Mail anmelden unter kjh-wurzen@kv-leipzig.de. Eine Aussage will Werny zum Schluss noch loswerden - sozusagen als Devise für die Zukunft: "Ich bin daran interessiert, dass das KiJuWu jedem im Alter von acht bis 27 als offenes Haus zur Verfügung steht."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 18.06.2015
Kai-Uwe Brandt

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