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Wurzen Die Arche rockt: Einheimische Musiker erobern in Brandis die Bühne
Region Wurzen Die Arche rockt: Einheimische Musiker erobern in Brandis die Bühne
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13:59 22.05.2016
Premiere in der Musikarche: The Fowes-Frontmann Nils Carlson macht mit seiner Acoustic-Gitarre bei „Brandis rockt“ den Anfang. Quelle: Roger Dietze
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Brandis

Eher ungewöhnliche Klänge waren es, die am Sonnabendabend aus der Brandiser Musikarche zu vernehmen waren. Dort, wo schwerpunktmäßig Trompete, Flöte, Saxofon, Klarinette und Klavier ihr Zuhause haben, ging es für einige Stunden rockig bis metallisch zu. Hans Ross persönlich, der Vorsitzende des die Musikarche tragenden gleichnamigen Vereins, war es, der die Initiative zu dem Konzert mit dem Titel „Brandis rockt“ ergriffen hatte.

„Jede Art von handgemachter Musik ist in unserem Haus willkommen“, erklärte der Beuchaer, der bei der Programmgestaltung Andreas Bunk, seines Zeichens Kopf und Sänger der Brandiser Band „MemoryFX“, mit ins Boot holte. Dieser nahm seinerseits Kontakt zur einstigen Brandiser Gymnasiums-Schulband „The Fowes“ auf, von der er immerhin Frontmann Nils Carlson mit seiner Acoustic-Gitarre für den Sonnabend gewinnen konnte. Zudem wurde Bunk mit einem Auftritt im Rahmen der Premierenveranstaltung bei der Brandiser Formation „Traumkolloquium“ erfolgreich vorstellig.

Die vierte Band im Bunde schließlich, die thüringisch-sächsische Gemeinschaftsproduktion „Susan & Jesse Flame with The Burnberries“, studierte der 51-Jährige auf dem Internet-Kanal Youtube mit dem Ergebnis, sie ebenfalls für „Brandis rockt“ zu verpflichten. „Cover-Bands gibt es wie Sand am mehr, nach Leuten, die eigene Songs produzieren, muss man hingegen suchen“, erklärte Andreas Bunk.

Dass sie für die Erstauflage von „Brandis rockt“ gefunden wurden, freut auch Ronny Valdorf von Traumkolloquium, einer Band, deren musikalisches Repertoire laut dem 35-Jährigen „von Polka bis Metall“ reicht. „Veranstaltungen dieser Art tun der Musikarche sicherlich gut, wünschenswert ist, dass es künftig mehr davon gibt.“ Was wiederum, wie Hans Ross betonte, auch von den Brandisern selbst abhängt. „Aber es ist so eine Sache, die Brandiser zu bewegen“, deutet der Musikarche-Vorsitzende an, dass es für neue kulturelle Angebote hinsichtlich der Akzeptanz keine Garantie gibt.

Garantiert hingegen wird es in absehbarer Zeit eine neue und mittlerweile die zweite CD von MemoryFX geben. „Die Arbeiten laufen auf Hochtouren, aktuell befinden wir uns mitten in der Vorproduktion“, so Andreas Bunk, demzufolge sich die Band der CD-Produktionen wegen in diesem Jahr auch mit Auftritten zurückhält. Im Muldental wird MemoryFX noch einmal live am 13. August im Rahmen des Thammenhainer Sommerfestes zu hören sein.

In Live-Aktion allerdings ist Andreas Bunk bereits am kommenden Sonnabend zu erleben. Dann steht er in anderer Mission auf der Bühne: als Mitglied der Laienspielgruppe die TheaterMacher(n). Die Truppe führt dann vor der Ritterburg im Macherner Schlosspark ihr neues Stück „Sagenhaftes Muldental“ auf, für das Bunk an der Stelle gleich noch die Werbetrommel rührte.

Von Roger Dietze

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