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Wurzen Die Besten an den Zitzen
Region Wurzen Die Besten an den Zitzen
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05:00 04.12.2009
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. Jetzt konnte sich die Pädagogin mit vier ihrer Schüler über erste Preise bei regionalen Melkwettbewerben freuen.

Seit über zwei Jahren lernen Maria Jänchen (20), René Scholz (18), Susanne Pielock (22) und Lydia Rothgänger (19) in der Ringelnatzstadt. Mindestens 12 Wochen im Rahmen des Ausbildungsjahres verbringen sie im BSZ – werden unter anderem von Beatrice Pohl „belehrt“. Die übrige Zeit sammeln sie praktische Erfahrungen in ihren Ausbildungsbetrieben in der Region.

Alle vier kommen vom Lande, sind mit Tieren aufgewachsen. Lydia arbeitete als Kind auf dem Bauernhof mit. Maria half auf einem Reiterhof. Susanne sammelte tierische Erfahrungen beim Tierarzt und René „durfte“ schon als Knirps das elterliche Federvieh versorgen. Insofern lag die Berufswahl nahe. „Irgendwas mit Tieren“ sollte es unbedingt sein.

„Dass sich alle vier für die Ausbildung zum Tierwirt entschieden haben, finde ich klasse“, schwärmt deren Lehrerin Beatrice Pohl. Die Schüler machen ihr Freude, wie sie sagt. Nicht nur, dass sie bislang mit Zensurendurchschnitten zwischen 1,1 und 1,3 immer die Besten ihrer Klasse waren. Pohl lobt auch das Engagement der Jugendlichen über das geforderte Maß hinaus. So wirken sie bei Kreistierschauen mit, trainieren, pflegen beispielsweise Kühe, die sie dann selbst auf Ausstellungen präsentieren.

Um schwarz-weiß Gescheckte ging es auch bei den Melkwettbewerben, die regionale Bauernverbände im Oktober ausgelobt hatten. „Dieser Tage erhielten wir die Resultate von den Wettbewerben aus Sprotta, Nischwitz und Zwenkau und waren begeistert“, freut sich Beatrice Pohl. Die vier genannten Schüler ihrer Klasse räumten erste Preise ab.

Maria Jänchen und Susanne Pielock waren am Fischgräten-Melkstand nicht zu schlagen, schafften 155 beziehungsweise 153 von 160 möglichenPunkten. „Wir waren selbst ein bisschen überrascht, dass wir ganz vorn landeten. Offenbar hat ein Melkcrash-Kurs kurz vor dem Wettbewerb doch gewirkt“, vermuten die Mädchen. Die beiden waren in der Kategorie der unter 25-Jährigen, in der auch bereits gestandene Facharbeiter antraten, die Besten. Unter den Augen der Juroren mussten zwölf Kühe nach Zeit gemolken werden. „Eine Hand an der falschen Stelle und die Sache ist gelaufen“, beschreibt Beatrice Pohl die durchaus auch sensible Aufgabe. Nicht zuletzt galt es, sich bei theoretischen Aufgaben zu beweisen. René Scholz schaffte beim Fischgräten-Melk-Wettbewerb in Nischwitz mit 150 Punkte Platz eins.

Am selteneren Melkkarussell bewährte sich Lydia Rothgänger in der Zwenkauer Konkurrenz. Auch sie wurde zum besten Lehrling gekürt – mit 153 von 160 möglichen Punkten. Im Februar treten alle vier beim Landeswettbewerb an. Dann wartet Top-Melker aus ganz Sachsen in Köllitzsch und Arzberg auf die BSZler.

Im Juli 2010 beenden die vier ihre Lehrausbildung. Lust auf die berufliche Beschäftigung in der Landwirtschaft oder im Veterinärbereich haben die Melk-Könner. Susanne Pielock, die das Abi schon in der Tasche hat, will studieren. „Entweder Veterinärmedizin oder Landwirtschaft“, sagt sie. Die anderen drei peilen zunächst die Fachhochschulreife an. Beatrice Pohl, weiß, dass die berufliche Perspektive in den Landwirtschaft im Moment nicht so rosig ist. „Früher hätten die Betriebe solche Super-Absolventen mit Kusshand genommen – aber jetzt…“. Insofern sei es gut, wenn sich alle vier mit der Praxis noch ein bisschen Zeit ließen.

Drago Bock

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