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Wurzen Die Mannschaft ist der Star: 18 Kinder und Jugendliche frönen in Brandis dem Rugby
Region Wurzen Die Mannschaft ist der Star: 18 Kinder und Jugendliche frönen in Brandis dem Rugby
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17:45 19.05.2015
Hart aber fair: Die Reihen der Brandiser Rugby-Spieler werden seit gut zweieinhalb Jahren von Mittelschülern aus Grimma verstärkt. Quelle: Roger Dietze
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Brandis

Niemand weiß dies besser als Jürgen Weber, Trainer des Brandiser Schüler-Rugby-Teams.

Denn der heute 56-Jährige ist selbst 16 Jahre lang der ovalen Lederkugel hinterher gejagt, ist sogar für die DDR-Nationalmannschaft aufgelaufen. "Was ich beruflich wie persönlich geworden bin, habe ich dem Rugby-Sport zu verdanken", so der Leipziger, der seit gut zwei Jahren den Brandiser Rugby-Nachwuchs betreut. "Mir ist über den Sport Durchsetzungsvermögen, Teamgeist und Disziplin vermittelt worden." Tugenden, die für Weber kennzeichnend für seinen Sport sind. "So wenig, wie im Unterschied etwa zum Fußball Schwalben im Rugby bekannt sind, so wenig zählt der einzelne Spieler, dafür umso mehr die Mannschaft."

Davon gibt es in Brandis im Nachwuchsbereich zwei, eine U 13 und eine U 15. Insgesamt jagen 18 bei Stahl Brandis organisierte Rugby-Spieler ab acht Jahren der eiförmigen Lederkugel nach. Sechs davon sind Grimmaer Mittelschüler, die Jürgen Weber zwei Mal pro Woche nach Brandis zum gemeinsamen Training holt. Sechs von einst zwölf, die sich vor zweieinhalb Jahren im Rahmen einer Vorstellungsrunde in der Muldestadt für den rustikalen Mannschaftssport erwärmen konnten. Eine Fluktuation, die laut dem 1. Vorsitzenden des Vereins Rugby-Förderung Sachsen im normalen Bereich läge. "Wenn es das erste mal weh tut, gibt es auch die ersten Rückzüge", hat der 56-Jährige seine Erfahrungen gemacht. Wobei "wehtun" nicht in dem Sinne gemeint sei, dass es beim Rugby in irgendeiner Form unfair zugehen würde. Vielmehr sei das Gegenteil der Fall, gäbe es im Rugby im Durchschnitt weniger Verletzungen als im Fußball. "Das nach wie vor leider weit verbreitete Vorurteil, dass Rugby ein Rabaukensport sei, entbehrt jeder Grundlage", so Weber, der einen weiteren Vorteil seines Sports benennt. "Für kleine schmal gebaute Kinder und Jugendliche gibt es in der Abwehr ebenso Einsatzmöglichkeiten wie für stämmige Typen, die für den Angriff prädestiniert sind", so Brandis' Rugby-Trainer. Eher dem Typ "stämmig" zugehörig ist Nisser. Der zwölfjährige gebürtige Kurde kam vor drei Jahren über Boxen und Fußball zum Rugby. "Im Fußball wird jeder Körperkontakt abgepfiffen, das hat mir keinen Spaß gemacht", so der Grimmaer Mittelschüler, der mit seinen Mannschaftskameraden in diesem Jahr neben kleineren Wettkämpfen an zwei großen Turnieren in Prag und Brünn teilnehmen wird und am letzten Aprilwochenende erneut vor heimischem Publikum aufläuft.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 26.02.2013

Roger Dietze

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