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Die Wichtel vom Schweizergarten

Die Wichtel vom Schweizergarten


Wurzen. Zwanzig Ein-Euro-Jobber helfen der Stadtverwaltung derzeit bei der Vorbereitung des Festwochenendes im September.

. Manche nähen Wimpelketten und basteln Strohpuppen. Andere arbeiten beim Bauhof oder in Kleingärten. Eines haben sie alle gemeinsam – sie zeigen eine Menge Engagement.

Die Atmosphäre in den Schulungsräumen des Schweizergartens mutet zurzeit wie die in einer Wichtelwerkstatt an. Wo sonst ein paar Mal in der Woche Kurse oder Lehrgänge stattfinden, herrscht seit Wochen täglich Hochbetrieb. Mitte Juni rückten hier zehn Ein-Euro-Jobber an. Gefördert vom Betrieb für Grundsicherung und Arbeitsförderung (BGA) werden sie bis Ende September bei der Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung des Festwochenendes helfen.

Wobei der Schwerpunkt eindeutig auf der Vorbereitungsphase liegt, wie die Leiterin des städtischen Kulturbetriebes, Bettina Kretzschmar, festhält. Ihren zehn „Schäfchen", neun Frauen und einem Mann, stellt sie ein bemerkenswert gutes Zeugnis aus. Natürlich habe sie vorweg Geschichten über fehlende Motivation bei den Ein-Euro-Jobbern gehört, räumt sie ein. Allerdings sei sie nach den ersten Wochen vom Engagement der Helfer begeistert. „Das ist eine ganz positive Erfahrung. Sie strukturieren ihren Arbeitstag selbst und hängen sich voll rein."

Gleich zu Beginn haben sich die Frauen in der Stadtbibliothek eingenistet und dort sämtliche Bastelbücher kassiert, erzählt Kretzschmar. Im Anschluss haben die Damen sogar eine Anzeige bei einem Online-Auktionshaus eingestellt, mit der sie um Unterstützung für ihre Arbeit werben. Außerdem bringen sie von zu Hause ausgediente Kleider und Stoffreste mit, die dann postwendend verarbeitet werden. Zum Beispiel zu Wimpelketten.

Helferin Birgit Schwarz versichert, in ihrem Leben nie zuvor eine Nähmaschine bedient zu haben. Das würde man heute nicht unbedingt annehmen, denn die Arbeit geht ihr leicht und locker von der Hand. „Jetzt kann ich es eben", sagt die gelernte Verkäuferin lachend und lässt einen Wimpel durch die Maschine schnurren. „Man ist unter Leuten und vergammelt nicht daheim", erzählt sie über ihre Beschäftigung. Ihre Kolleginnen nicken zustimmend. „Wir verstehen uns gut", sagt Maja Schräpler, die nur kurz von der Arbeit aufblickt.

Fertig sind die Jobberinnen noch lange nicht. „Insgesamt sollen wir drei Kilometer Wimpelketten herstellen", sagt Sonja Goers. An einem Tag können ungefähr 500 Wimpel hergestellt werden – vorausgesetzt, es ist genügend Stoff verfügbar. „Wir können noch einfarbige Stoffe gebrauchen", sagt Schwarz an die Wurzener gerichtet. Auch ausgediente Klamotten und Stroh sind willkommen. Beides ist für jene Strohpuppen erforderlich, die in diesen Tagen an Geschäfte in der Stadt geliefert werden und ans bevorstehende Festwochenende erinnern. Größere Puppen als Wegweiser und Hinweisschilder werden in den kommenden Wochen auch noch fabriziert. Kretzschmar möchte ihre Helfer gern behalten – sie wird deshalb bei der BGA eine weiterführende Maßnahme beantragen.

Markus Tiedke

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