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Wurzen Edeka will in Wurzen aufrüsten
Region Wurzen Edeka will in Wurzen aufrüsten
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05:00 10.02.2010
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. Im Rahmen des Verfahrens können sich auch die Bürger äußern.

Wie Stadtplanungschef Carl Rößler sagte, soll der Diska-Discounter nach dem Willen des Edeka-Konzerns zu einem sogenannten Vollsortimenter umgebaut werden. Besonderheit: Der Umbau folge dem Konzept eines „Marktes der Generationen“.

Für den Umbau würden zusätzliche Flächen benötigt. Das Umgestaltungskonzept beinhaltet unter anderem breitere Gänge, Ruhezonen, Abstellmöglichkeiten für Rollatoren, einen Sanitätsraum, single- und seniorengerechte Abpackeinheiten und Servicestationen. Nicht zuletzt sollen niedrigere Regale die Erreichbarkeit der Produkte für ältere Menschen erleichtern helfen.

Edeka plant künftig rund 15000 Artikel anzubieten, deren Preise im „Dauerniedrigpreisprogramm“ liegen. Gleichwohl soll das Frischeangebot mit Obst und Gemüse unter anderem aus Sachsen, sowie von Fleisch- und Wurstwaren erweitert werden.

Wie Carl Rößler sagte, erfordere der angedachte Umbau fast eine Verdoppelung des Flächenbedarfs von derzeit rund 690 auf etwa 1266 Quadratmeter. Die Stadtverwaltung hat offenbar kein Problem mit der Aufrüstung des Supermarktes. Die künftige Ausrichtung entspräche dem städtebaulichen Ziel der Stadt, den zentralen Versorgungsbereich der Kommune zu stärken, heißt es in einer Stellungnahme.

Da ein möglicher Umbau des Marktes weitere Flächen benötige, machten sich durch den Investor Verhandlungen mit Grundstückseigentümern erforderlich. Nach Kenntnis von Rößler verliefen die Gespräche zwischen den Partnern „positiv“.

Matthias Rieder (CDU-Fraktionschef) begrüßte das Vorhaben und sprach von einer – sollte das Projekt umgesetzt werden – „Erhöhung des Versorgungsniveaus“ in Wurzen. Kritisch könnte es allerdings in Sachen „Lärmbelästigung“ werden. Carl Rößler wies daraufhin, dass die Stadt im Rahmen des B-Planverfahrens beispielsweise auf Lieferzeiten Einfluss nehmen könne.

Klar gegen die Erweiterung sprach sich Jörg Grundig (CDU) aus. Der einstige Ortschef von Kühren-Burkartshain bemängelte vor allem die Verdopplung der Verkaufsfläche. „Wir reden davon, die Innenstadt stärken zu wollen. Mit diesem Projekt würden wir jedoch dazu beitragen, dass Kaufkraft aus der Innenstadt abgezogen wird.“ Fünf weitere Abgeordnete sahen das ähnlich. 17 der 23 anwesenden Räte einschließlich des OB Jörg Röglin stimmten für die Einleitung des Verfahrens.

Drago Bock

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