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Ehemaliger Gymnasiumsdirektor freigesprochen

Ehemaliger Gymnasiumsdirektor freigesprochen

Leipzig/Wurzen.des Lichtwer-Gymnasiums, Hans-Peter Buchmann, gestern frei gesprochen. Ihm konnte kein Betrug nachgewiesen werden. Auch wenn er einen Laptop, der eigentlich für die Video-AG gedacht waren, teilweise für seine dienstlichen Belange genutzt hatte.

ilweise für seine dienstlichen Belange genutzt hatte.

Am Ende des Prozesses vor dem Amtsgericht Leipzig blieb ein schaler Geschmack zurück. Staatsanwalt, Verteidiger und Gericht ließen klar erkennen: Dieser Prozess war einfach nur unnötig, ein teurer Spaß. Denn rechtlich hatte sich Hans-Peter Buchmann, der ehemalige Direktor des Lichtwer-Gymnasiums, nichts zu schulden kommen lassen.

„Juristen bewerten Sachverhalte nur danach, ob sich ein Anhaltspunkt findet, der rechtlich zu bewerten ist", sagte die vorsitzende Richterin. „Den können wir hier nicht finden." Natürlich sei es nicht astrein, was Herr Buchmann gemacht habe. Aber eine Strafe müsse er deswegen nicht fürchten.

Als Schulleiter hatte Buchmann einen Laptop, einen Drucker, eine Festplatte und einen Drucker gekauft und sich diese vom Förderverein bezahlen lassen. Sie sollten der Video-AG dienen. Er verwendete alle Sachen aber teilweise dienstlich in seinem Arbeitszimmer, wovon der Vorstand des Fördervereins nichts wusste. Als der Umstand durch einen Zufall aufgedeckt wurde, gab Buchmann das Inventar auf Verlangen des Vereins sofort frei. Auf sein Angebot, den Geldbetrag für die technischen Gerätschaften dem Verein zu erstatten, ging der Verein nach Buchmanns Darstellung nicht ein. Stattdessen stellte er Strafanzeige.

Ein Großteil der Prozesszeit verwendete das Gericht darauf, zu ermitteln, ob überhaupt ein Schaden entstanden war. Klare Aussage: Nein. Denn für das Geld, dass Buchmann ausgegeben hatte, entstand ein Gegenwert. Er bestritt auch nicht, dass Laptop und Co. Eigentum des Vereins seien. Die Vorsitzende des Fördervereins, Anett Brinkhaus, gab zudem zu, dass die Anschaffungen sowieso getätigt worden wären, wenn Buchmann darum gebeten hätte. Aber musste er das ausdrücklich? Das Gericht war davon nicht überzeugt. Immerhin hatte Brinkhaus geschildert, dass Personen vom Verein durchaus beauftragt werden, um Geld für den Verein eigenmächtig auszugeben.

Überhaupt konnte das Finanzmanagement des Vereins, der nach eigenen Aussagen mehrere Zehntausende Euro im Jahr bewegt, befremden. Eine Prüfung, ob ein Kauf sinnvoll ist, gibt es zu keinem Zeitpunkt. Für die Erstattung genügt der Hinweis auf ein Projekt des Vereins. Auch bei der Kassenprüfung wird nur kontrolliert, ob Einnahmen und Ausgaben übereinstimmen, ob für einen Kauf eine Quittung vorliegt. Der Verein bemerkte daher, dass der Laptop, der Buchmann die Position kostete, gekauft worden war – ob der Kauf noch einmal abgesegnet worden war, spielte dabei keine Rolle.

Die Kosten für den Prozess muss jetzt der Steuerzahler tragen. „Bitte bedenken Sie das beim nächsten Mal", sagte die Richterin mit Blick auf den Förderverein. „Manchmal hilft auch reden."

 

Kai Kollenberg

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