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"Eigenartig" - Wurzener Schüler fallen mit ihrer Kunst aus dem Rahmen

"Eigenartig" - Wurzener Schüler fallen mit ihrer Kunst aus dem Rahmen

Mit Arbeiten aus ihrem Förder- und Leistungskurs Kunst haben Schüler vom Magnus-Gottfried-Lichtwer -Gymnasium Wurzen die Ausstellungsräume in der Rathausgalerie am Markt belebt.

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Mit einer Performance zur Vernissage machen die Schüler auf die Vielfalt ihrer Ausstellung aufmerksam.

Quelle: Frank Schmidt

Wurzen. Damit wird eine inzwischen mehrjährige Zusammenarbeit fortgesetzt, an der sich heuer 50 Elft- und Zwölftklässler beteiligt haben.

"Wir haben 80 Rahmen benötigt, die jedoch mit weit mehr Bildern und zwar mit etwa doppelt so vielen Arbeiten aufgezogen worden sind", ließ Museumsleiterin Sabine Jung aufhorchen. Schwerpunkt sei das Ausprobieren aller möglichen Techniken, mit denen die Schüler thematisch immer wieder Natur und Umwelt möglichst genau reflektieren. Aber auch Verfremdungen, also Arbeiten in Aus- und Anschnitten sowie als Collagen - Kunst, die auch mal aus dem Rahmen fällt. Mehr noch erschien der Museumsleiterin der Ausstellungstitel bemerkenswert, der sich aus zwei Adjektiven zusammensetzt: "Eigenartig". Zusammengelesen sei die Exposition "merkwürdig und besonders", getrennt spiegelt es "Beherrschen oder Können" wider, jedoch mitnichten "artig nicht im Sinne von brav." Eher selbstbewusst, was dem Ansinnen der Schülerarbeiten entsprechen würde, wie es die Kunstlehrerin Heike Hofmann bestätigte. "Man will das Geschaffene den Eltern und Freunden zeigen, letztendlich auch der Öffentlichkeit. Und man will mit seinen Arbeiten ins Gespräch kommen, um eine Reaktion außerhalb des Klassenzimmers zu bekommen." Trotz thematischer Vorgaben verwies Kunstlehrerin Ines Meinhardt auf die Vielfalt der ausgeführten Arbeiten. "Vor allem die Schüler der 12. Klassen haben sich in der Technik- und Materialauswahl sehr frei bewegen können, während sich die Schüler in der 11. Klasse noch an eine Materialgleichheit halten mussten, was man ja hier auch gut erkennen kann."

Theres Konrad hat sich beispielsweise mit ihrer Collage auf das Natürliche einer Mohnblume konzentriert. Nicht nur, weil es der Vorgabe entsprach, sondern auch, so die 17-Jährige, "weil mich der Mohn als Kunstobjekt besonders inspiriert hat." Für Melanie Zerbst bestand die Herausforderung darin, aus verschiedenen alltäglichen Dingen, etwa Knöpfe, Möbelstücke oder Deko-Elemente, eine menschliche Gestalt zu schaffen, was auch sie in einer Collage zu werke brachte. Das Ergebnis: "Ein Skateboardfahrer", sagte die 18-Jährige Schülerin. Dafür konnte sie ihre Erfahrung im künstlerischen Gestalten nutzen. "Ich habe schon als Kind gerne gemalt und an Ausstellungen teilgenommen." Natalie Kluge präsentierte sich mit dem Porträt eines Jungens, das auf den ersten Blick an ein Werk des niederländischen Malers Vincent van Gogh erinnert. "Echt? Ich weiß ja nicht. Aber eigentlich habe ich nur drauf los gemalt und am Ende kam der junge Mann dabei raus", sagte die 18-Jährige zu ihrem Aquarell. Allerdings räumte sie auch ein, dass die Wahl des Pinsels Ausdruck ihres Charakter sei. "Ich denke schon, die zackigen Striche - das passt zu mir."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 24.01.2015
Frank Schmidt

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