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Wurzen Ein Glücksbringer aus Thüringen: Wurzen-Achter erhält 16 Paar Socken
Region Wurzen Ein Glücksbringer aus Thüringen: Wurzen-Achter erhält 16 Paar Socken
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16:27 26.02.2016
Ließ die Stricknadeln tanzen: Ehrentraud Förtsch aus Kaltennordheim im Wartburgkreis. Der wollene Wadenschmuck soll den Wurzener Ruderern als Glücksbringer für die Saison dienen. Die Konkurrenz kann sich warm anziehen.  Quelle: Grafik: Patrick Moyé
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Wurzen

 Adressant des wollenen Wadenschmucks: Peter Schönherr. Er „entführte“ einst seine Frau Gabi aus Wurzen ins Thüringische, wie er unumwunden zugibt. Und eben die Familienbande sei Anlass der außergewöhnlichen Aktion gewesen.

Hans Hörig, der Neffe von Gabi, gehört nämlich zum Team der erfolgreichen Crew, die im Vorjahr den Sprung von der zweiten in die erste Bundesliga schaffte. Den Aufstieg ins Oberhaus machten die Sportler der Wurzener Rudervereinigung Schwarz-Gelb zum Saisonfinale im September auf der Binnenalster in Hamburg perfekt, dürfen sich nunmehr mit den Besten messen.

Doch was hat der Triumph mit den Socken zu tun? Ist Peter Schönherr vielleicht selbst Ruderer mit Leib und Seele? „Nein! Die Idee wurde bei einem Besuch von Hans geboren.“ Immerhin strickt Schönherrs Mutter gern und viel – vor allem für den Hausgebrauch. „Also fragten wir nach, ob sie ein paar Socken anfertigen könnte.“ Die 76-jährige Ehrentraud Förtsch war natürlich sofort Feuer und Flamme und ließ kurz darauf die Nadeln tanzen. Acht Wochen später lagen die 16 Paar Socken auf dem Tisch. „Sie sind sozusagen als Glücksbringer für die neue Saison gedacht“, erzählt Schönherr, der auch sonst den Wurzenern beide Daumen drückt. „Wir verfolgen die Ruder-Bundesliga und ihre Ergebnisse per Internet, konnten den einen oder anderen Wettkämpfer übrigens live miterleben.“ Sogar Olympiasieger Philipp Wende lernte Schönherr bereits kennen, erzählt er voller Stolz. Ihm und dem Achter wünschen er und seine Familie noch viele Erfolge. Und der Wurzener Rudervereinigung sowieso. Schließlich sei die Gemeinschaft nicht nur Heim-, sondern zugleich Trainingsstätte des Bundesliga-Achters.

Gerade im Bootshaus Schmölen hat sich in den zurückliegenden Monaten viel getan. So konnte 2015 dank fleißiger Helfer die Sanierung der Gästezimmer abgeschlossen werden. Die Räume erhielten neue Rollos und Regale sowie moderne Elektrik. Zum Rundum-Verschönerungsprogramm gehören ferner der Küchenumbau, die Sanitäranlagen im Obergeschoss, die Einrichtung des Trainer- und des großen Gästezimmers sowie des Vereinszimmers. Keine leichte Aufgabe für den Verein. Wie dieser auf seiner Internetseite mitteilt, sei insbesondere die umfassende Sanierung der noch original erhaltenen und mittlerweile knapp vierzig Jahre alten Sanitäreinrichtung ein Kraftakt.

Die Übergabe des Hauses erfolgte 1978 nach mehrjähriger Bauzeit. Allein 26 000 Arbeitsstunden absolvierten damals die Sektionsmitglieder, schufen neben den Wasch-, Dusch und Aufenthaltsräumen vier Bootshallen, eine Hausmeisterwohnung sowie Gaststätte.

Von Kai-Uwe Brandt

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