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Wurzen Ein Hoch auf die Fünfzigjährige
Region Wurzen Ein Hoch auf die Fünfzigjährige
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18:22 22.09.2009
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. Roland Krause, Leiter der Einrichtung, half dem Vorstellungsvermögen auf die Sprünge: Vor 50 Jahren feierte der Titel „Let’s twist again“ seinen Siegeszug. In Deutschland tappten erstmals Autofahrer in die Radarfalle. „Und das Sandmännchen flimmerte 1959 erstmals über den Bildschirm“, sagte Roland Krause.

Das Thema Fernsehen schlug ihm in der launigen Festansprache eine treffliche Brücke. Fünf Jahrzehnte Musikschule sollten gefeiert werden. Fünf Jahrzehnte, in denen in jungen Menschen die Liebe zum Musikmachen geweckt und gestärkt wird. Und stark müsse die Bindung sein, angesichts der Konkurrenz in der veränderlichen Welt. Der Medienkonsum der Jugend steige stetig. Der Alltag der Heranwachsenden sei durch neue Strukturen zeitlich so ausgefüllt, dass sie kaum noch Zeit für Hobbys haben. Bleibt die Musik also auf der Strecke? Die Antwort entnahmen die Besucher zum einen den Zahlen, die Roland Krause nannte: 1959 startete die Volksmusikschule Wurzen mit 140 Schülern, heute lernen 1200 Muldentaler an der Einrichtung. Zum anderen stimmten die musikalische Umrahmung des festlichen Abends im Wurzener Gymnasium und das Festprogramm der Tanzschüler am Sonntag im Wurzener Schweizergarten hoffnungsfroh. Die 110 Tanzschüler boten ein buntes Programm und entführten in zwei Veranstaltungen auf eine bewegte Reise durch die vergangenen fünf Jahrzehnte. Die Instrumentalisten, die wie Roland Krause sagte, zu den Besten zählen, gewährten den Gästen einen kleinen Einblick in die Vielzahl der Instrumente, deren Spiel von engagierten Musikpädagogen gelehrt wird. Flöten, Gitarren, Akkordeon, Klavier, Violine, Fagott...

„Ich habe an der Musikschule Schlagzeugspielen gelernt, nachdem ich nach einem halben Jahr erkannte, dass Klavier nicht richtig für mich ist. Jetzt bin seit zehn Jahren dabei, spiele in der Big Band der Schule und bei den Röcknitzer Blasmusikanten“, erzählte Michael Hahn. Er gehörte zu den Gästen, die am Freitag interessiert zuhörten, als neben Roland Krause auch Thomas Friedrich, Betriebsleiter des Kommunalen Eigenbetriebes Kultur und Weiterbildung, und Landrat Gerhard Gey (CDU) der „Fünfzigjährigen“ höchsten Respekt zollten. Namen von Schülern und Leitern wurden genannt. Zu denen gehörte natürlich Rudi Ploß, der die Volksmusikschule Wurzen gründete und bis 1977 leitete. Werner Kunath, Uwe Schimmel, Horst Anders, Renate Ebert und Bernd Brückner folgten, bevor im Jahr 2000 der jetzige Leiter die Verantwortung übernahm.

In seine Ära fiel mit der Flut 2002 und der Zerstörung des Grimmaer Schulhauses eines der dramatischsten Ereignisse in der Schulgeschichte. Zwei Jahre später gab es in Grimma den Spatenstich für ein neues Haus. Auch in Wurzen verbesserte sich die räumliche Situation durch den Umzug in das ehemalige Gebäude der Nordschule. Roland Krause dankte dem Landkreis und den Kreisräten, die mit ihren Entscheidungen diese Entwicklung ermöglichten.

Conny Hanspach

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