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Wurzen Ein Lächeln für die Gesundheit im Krankenhaus Wurzen
Region Wurzen Ein Lächeln für die Gesundheit im Krankenhaus Wurzen
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11:05 15.02.2017
Sorgen für ein Lächeln: die Klinikclowns Claudia Göpel und Theo Mittmann auf der Kinderstation in Wurzen. Quelle: Foto:
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Wurzen

Langweilig kann es werden auf der Kinderstation im Krankenhaus, zumindest, wenn man als Patient im Bett liegen muss. Auch beängstigend kann es sein: fremde Menschen, Ärzte und Untersuchungen. Um den Kindern auf der Station ein klein wenig Ablenkung und Freude zu verschaffen, besuchen Theo Mittmann und Claudia Göpel zweimal im Monat die Kinder. Als Klinikclowns – natürlich im standesgemäßen Aufzug – streifen sie durch die Zimmer und präsentieren den Kindern in den Klinikbetten ein kleines Unterhaltungsprogramm.

Lustige Geschichten, Zaubertricks, bei denen die Kinder mitmachen dürfen und Ballontiere – damit wollen sie den kleinen Patienten die Tage auf der Station verkürzen.

„Wir versuchen mit unserem Programm auf jedes Kind individuell einzugehen“, erklärt Göpel. „Im Krankenhaus ist ja vieles fremd und neu – manche Kinder haben vielleicht Angst – das müssen wir berücksichtigen.“

So werden die Kleinen mit Zaubersalz „bestreut“, welches schneller gesund macht – „ganze vier Minuten“, wie Göpel den Kindern erklärt. Und zum Lachen bringt das Zaubersalz im Übrigen auch. Die drei Mädchen, die in den Genuss einer Vorführung kommen reagieren zwar etwas verhalten, aber im Laufe der etwa 10-minütigen Zaubernummer schleicht doch das eine oder andere Lächeln über das Gesicht der Patienten.

Clown-Kollege Theo Mittmann, ist nicht nur Klinikclown, sondern auch in seinem richtigen Beruf im Klinikum Wurzen unterwegs. „Hauptberuflich bin ich Pfleger auf der Intensivstation“, erzählt der 28-Jährige. „Aber schon während meiner Ausbildungszeit interessierte mich die Arbeit als Clown.“

Dass Spaß und gute Unterhaltung bei der Genesung helfen, ist erwiesen. Deswegen stecken die 49-jährige Göpel, die eigentlich als Texterin und Autorin arbeitet und Mittmann alle Energie in die Auftritte. „Es kostet natürlich Kraft“, so Göpel. „Aber das positive Feedback von Eltern und dem Klinikpersonal bekräftigt uns in der Arbeit.“

Die beiden Spaßmacher gehören zum Verein der Leipziger Sonntagsclowns. Rund sieben Mitglieder engagieren sich aktiv. Sie ziehen durch Krankenhäuser, unter anderem in der Uniklinik Leipzig, Einrichtungen in Naumburg, Zeitz, Bitterfeld, sind in der Diakonie Borsdorf, im Kinderhospiz Bärenherz, in der Kinderpsychiatrie Jena, der Kinderklinik Weimar und im McDonald Haus Leipzig zu Gast. „Unsere gesamte Arbeit ist ehrenamtlich“, so Mittmann. Der Verein finanziert sich ausschließlich durch Spenden. Diese werden vor allem für Kostüme, Material und Fahrtkosten zu den einzelnen Krankenhäusern benötigt. Der Verein besteht seit rund 15 Jahren.

„Alle, die sich als Klinikclowns bei uns einbringen möchten, sind natürlich herzlich willkommen“, sagen Göpel und Mittmann. „Grundvoraussetzung ist natürlich Spaß und Freude an der Clownerie und auch der Zauberei.“

Die Leipziger Klinikclowns arbeiten ehrenamtlich und finanzieren sich ausschließlich durch Spendengelder. Der Verein freut sich über jede Unterstützung.

Leipziger Sonntagsclowns n.e.V.

IBAN: DE84 8605 5592 1090 0037 02

Konto: 10 90 00 37 02

Bankleitzahl: 860 555 92

Sparkasse Leipzig

Weitere Infos unter: www.leipziger-klinikclown.de

Von Tatjana Kulpa

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