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Wurzen Einsamer Wolf bei Wurzen gesichtet: So diskutiert das Netz
Region Wurzen Einsamer Wolf bei Wurzen gesichtet: So diskutiert das Netz
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18:00 23.09.2016
Bei Facebook sorgte die Nachricht vom Wolf für viel Aufsehen.  Quelle: Screenshot
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Wurzen/Sachsendorf

 Isegrim wird zum tierischen Internetstar: Die Nachricht vom einsamen Wolf, der die Wälder rund um Sachsendorf bei Wurzen durchstreift, hat in den sozialen Netzwerken eine große Fangemeinde gefunden und für viele positive Reaktionen, statt für Aufregung gesorgt. Ein heimischer Wolf, der in den Wermsdorfer Wäldern lebt – über 150 Usern gefällt das. Daumen hoch auch bei Facebook-Nutzerin Katharina Michel: „Ist doch toll, wenn es ihm gut geht.“

Was war passiert? Dem Landwirt Sebastian Seidel war es gelungen, ein Video von dem in freier Wildbahn lebenden Tier aufzunehmen. Auch Revierjäger Eberhard Hartmann war sich bei dem aufgespürten Exemplar sicher: Das ist ein echter Wolf. Seit Donnerstag wurde das verpixelte Handyfilmchen auf den Facebook-Seiten der Leipziger Volkszeitung und auf LVZ.de hundertfach angeklickt, dutzende Male geteilt und heiß diskutiert. „Nun darf Rotkäppchen nicht mehr allein zur Großmutter“, witzelt etwa Facebook-Userin Silke Keyselt. 100-prozentig überzeugt ist nicht jeder: „Das ist einfach nur ein Fuchs. Oder ein frei herumlaufender Hund“, schreibt Mary Nickel zu dem unscharfen 30-Sekunden-Clip. Angst vor möglichen Attacken des Vierbeiners haben die wenigsten: „Keiner in Sachsendorf wird dem Wolf was tun. Der lebt da schon länger und keinen hat’s gestört“, meldet sich Stefanie Born zu Wort.

„Hoffentlich lassen sie den Wolf in Ruhe“, bangt Internet-Userin Nici Nowacki. „Er steht unter Schutz. Ihm wird also nichts passieren“, beschwichtigt Detlef Menke. „Für Haus- und Weidetiere dort sieht die Prognose schon anders aus. Ganz anders. Zumal ich sehr bezweifle, das er wirklich allein ist.“ Experten vermuten, das Jungwölfe, wenn sie ihr Rudel verlassen, das Leipziger Umland als „Transitstrecke“ nutzen, um neuen Lebensraum zu besiedeln. „Spätestens nach den ersten Überfällen auf Schaf- und Ziegenherden, wird da sicher mindestens ein Schaf im Wolfspelz/ -magen sein“, schreibt ein Internetnutzer unter dem Pseudonym Woody.

Wolf oder nicht? Vielleicht erwartet uns demnächst eine klare Videobotschaft von Isegrim. Die Internetuser Mario Schumann und Andreas Stark haben jedenfalls angekündigt, mit der Kamera auf Foto-Pirsch gehen zu wollen.

Von bw

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