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Wurzen Einstiger Ziermaier-Kritiker steht jetzt Aufsichtsrat vor
Region Wurzen Einstiger Ziermaier-Kritiker steht jetzt Aufsichtsrat vor
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14:07 19.05.2015
Uwe Richter Quelle: Privat

Die Wahl fiel auf Uwe Richter, Gemeinderat der Freien Wählergemeinschaft (FWG).

Der Gerichshainer, von Beruf SAP-Berater, gilt als unbequemer Zeitgenosse. Als sich andere noch mit Kritik zurückhielten, prangerte der heute 48-Jährige bereits die Machenschaften des damaligen Macherner Bürgermeisters Ralf Ziermaier öffentlich an. Richter lief von Pontius zu Pilatus, drängte die Behörden zum Handeln. Ziermaier nutze seine Machtfülle als Bürgermeister und Geschäftsführer kommunaler Tochterfirmen aus, um sein eigenes Süppchen zu kochen, so Richters Vermutung. Zu den ersten Amtshandlungen der damals neu gewählten Räte gehörte es deshalb 2003, für die GBW einen Aufsichtsrat zu installieren. Wie nötig die Überwachung war, stellte sich wenig später heraus, als das ganze Ausmaß der Affäre deutlich wurde. Wie die Sache für den einst umjubelten Ortschef ausging, ist hinlänglich bekannt: Seiner Suspendierung durch den Landrat folgte 2005 die Abwahl, 2008 die Verurteilung zu vier Jahren und drei Monaten Gefängnis, 2011 kam Ziermaier nach zwei Dritteln der Haftzeit wieder auf freien Fuß.

In den vergangenen Jahren gelang es immer mehr, die GBW erneut auf Kurs zu bringen. Neben dem Team um Geschäftsführerin Gabriele Röhmer wird der erfolgreiche Sanierungskurs auch dem Wirken des Aufsichtsrates zugeschrieben. Intern kürten dessen Mitglieder Uwe Richter nun vor wenigen Tagen zum Vorsitzenden. Kämmerin Martina Schröter wurde zur Stellvertreterin gewählt. Außerdem gehören die Gemeinderäte Karsten Frosch und Detlef Keller (beide CDU) sowie Manfred Schubert (FWG) dem Gremium an. Zu den nächsten Aufgaben erklärte Richter gegenüber LVZ: "Wir werden als erstes über den Wirtschaftsplan für 2015 beraten." Ebenso wichtig sei das weitere Bemühen, für die Erschließung des Wohngebietes Gartenstadt eine Lösung zu finden. Sein Vorgänger Robert Steinbauer (FWG) wünscht Richter ein glückliches Händchen: "Er ist ambitioniert und ehrgeizig genug, um das zu schaffen." Wichtig ist auch in Steinbauers Augen, weitere Verkäufe von Grundstücken in der Gartenstadt anzukurbeln.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 07.02.2015
Simone Prenzel

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