Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Wurzen Einzelhandel im Dornröschenschlaf
Region Wurzen Einzelhandel im Dornröschenschlaf
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
05:00 07.09.2010
Anzeige

. Aktuell könnte es eine Kaufkraft in Höhe von rund 156 Millionen jährlich binden.

Wer das neue Einzelhandelskonzept durchblättert, das eine Thüringer Beratungsfirma angefertigt hat, kann nur zu einem Schluss kommen: Der Wurzener Einzelhandel hat enormes Potenzial. Die Ausgangslage wird als rosig beschrieben. Rund 156 Millionen Euro könnten hiesige Geschäfte einnehmen – so hoch ist das Kaufkraftpotenzial, dass die Konzeptentwickler in und um die Stadt wähnen. Selbst bei einem Bevölkerungsverlust werden im Jahr 2015 immer noch rund 150 Millionen Euro Umsatz prognostiziert. Vermutet werden die Kunden nicht nur in Wurzen, sondern auch in Teilen der Gemeinden Bennewitz, Falkenhain, Hohburg, Thallwitz. Deren Bedürfnisse solle der Wurzener Einzelhandel bedienen. Dafür soll vor allem die Innenstadt gestärkt werden.

Die Studie zeichnet das bekannte traurige Bild vom Geschäftsleben in der Innenstadt. 30 Immobilien stünden leer, rund 1450 Quadratmetern an möglicher Ladenfläche schlummerten ungenutzt. Großflächige Einzelhandelseinrichtungen fehlten vollkommen. Die Studie schlägt deswegen vor, das brachliegende Entwicklungspotenzial zu nutzen: Der Bedarf etwa für einen Reformwarenladen, ein Sportartikel-, Spielwaren-, Musikinstrumente-, PC- oder Porzellangeschäft sei vorhanden. Insgesamt präsentiert die Beratungsfirma eine Liste mit 14 Sortimenten, die in Wurzen Fuß fassen könnten. Sie alle sollen sich neu in der Innenstadt ansiedeln oder durch eine Erweiterung bestehender Geschäfte entstehen. Städtebauliche Lücken oder leerstehende Lokale müssten dafür genutzt werden. Zudem soll darüber nachgedacht werden, ob Objekte, die nicht vom Einzelhandel genützt würden, für diesen erschlossen werden.

Kurzum: Die Innenstadt soll zum Hauptgeschäftsbereich werden. Faktoren wie eine gute Erreichbarkeit aus dem gesamten Stadtgebiet oder die zahlreichen Parkmöglichkeiten sowie starke Einkaufsmagneten, die hier ihren Standort schon gefunden haben, sprächen dafür. Übrige Einzelhandelsstandorte, etwa in der Erich-Weinert-Straße, der Theodor-Körner-Straße oder der Marienstraße sollen gesichert und punktuell ergänzt werden, damit die Anwohner sich dort möglichst nah versorgen könnten.

Als Entwicklungsmodell, das penibel eingehalten werden soll, ist das Konzept aber nicht gedacht. Es soll eine Arbeitsgrundlage für die Verwaltung bilden – wenn auch eine bedeutende. „Es ist für uns ein wichtiges Instrument", sagt Carl Rößler, Leiter der Stadtplanung. Endlich lägen Zahlen vor, mit denen man Konzerne von dem Standort Wurzen überzeugen könnte. „Jetzt haben wir die entsprechenden Argumente." Nun muss nur noch der Stadtrat am 22. September abstimmen, ob das Konzept auch angenommen wird. Kai Kollenberg

Kai Kollenberg

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Falkenhain. Seit 53 Jahren ist es für Hohburger und Falkenhainer Schüler Tradition, im Sommer in einem Zeltlager fern von Fernsehunterhaltung und Spielekonsole Natur pur zu erleben, als Selbstversorger ganz allein auf sich gestellt.

07.09.2010

Bennewitz. Fast auf den Tag genau vor 20 Jahren wurde die Reglerbau Klaus Fischer GmbH aus der Taufe gehoben. Heute beschäftigt das Unternehmen 40 Mitarbeiter und sorgt bundesweit für Wohnkomfort mit Weitblick: In Bennewitz werden Balkons als modulare Systeme oder individuelle Lösungen produziert.

03.09.2010

[image:phpdf1d1f2dcb201009011752.jpg]
Wurzen. Beim dritten Anlauf soll es endlich klappen: Die Stadt Wurzen beteiligt sich in diesem Jahr wieder an dem Wettbewerb „Ab in die Mitte – Die Cityoffensive".

02.09.2010
Anzeige