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Eltern haben künftig die Wahl: Borsdorf oder Panitzsch?

Eltern haben künftig die Wahl: Borsdorf oder Panitzsch?

Borsdorf/Panitzsch. Mehr Freiheit bei der Auswahl der Grundschule für ihre Sprösslinge sollen künftig die Eltern der Gemeinde Borsdorf haben.

. Der Gemeinderat beschloss auf seiner vorgestrigen Sitzung die Aufhebung der bisherigen Grundschulbezirke ab 1. Juli 2010.

Bisher galt, dass Panitzscher in Panitzsch sowie Borsdorfer und Zweenfurther in Borsdorf die Schulbank drücken. „Seit ich Bürgermeister bin, haben wir allerdings auch immer wieder den Wunsch von Borsdorfern und Zweenfurther, die ihre Kinder gern in Panitzsch einschulen möchten", erläuterte Bürgermeister Ludwig Martin (CDU). Perspektivisch sieht die Kommune zudem Probleme, zwei zweizügige Grundschulen zu sichern. „Wir müssen uns vor dem Hintergrund unserer Finanzsituation klar sein, dass zwei Grundschulen auch enorme Kosten bedeuten." Der Gemeinderat habe hier abzuwägen zwischen dem Vorsatz „Kurze Wege für kurze Beine" und wirtschaftlichen Gesichtspunkten.

Eine entscheidende Rolle spiele auch die Zukunft des Freien Gymnasiums, das die Kommune auf den Weg gebracht habe. „Das Gymnasium wird in seiner Endstufe acht Jahrgänge mit jeweils zwei Klassen umfassen." Hier stehe akut die Frage, wo die Fünft- bis Zwölftklässler unterrichtet werden sollen, da Gymnasium und Grundschule derzeit unter einem Dach vereint seien. Andererseits, führte Martin weiter aus, stehe in Panitzsch ein modernes Schulgebäude mit Aula und Sporthalle zur Verfügung, das für drei Züge aufnahmefähig sei. Sollte es langfristig auf eine Aufhebung der Borsdorfer Grundschule hinauslaufen, was noch nicht entschieden sei, wäre allerdings für den Hort ein Neubau in der Nähe der Schule nötig. In der mittelfristigen Finanzplanung sei diese Investition in Panitzsch bereits vorgesehen, so Martin.

In der Diskussion unterstützten die Gemeinderäte die Aufhebung der Schulbezirke auf breiter Front. „Wir haben uns als Gemeinderat für das Gymnasium entschieden und schaffen mit dem heutigen Beschluss die Voraussetzungen dafür, dass sich die Schule entwickelt kann", so Lorenz Uhlmann (FWG ’94 Borsdorf/Zweenfurth). „Langfristig lassen uns die etwa 60 Geburten jährlich keine andere Wahl, als auf eine der beiden Grundschulen zu verzichten", machte Fraktionskollege Andreas Mierisch deutlich. Damit werde eine Entscheidung nachgeholt, die schon 1999 bei der Fusion von Panitzsch und Borsdorf hätte getroffen werden müssen. „Mit der Aufhebung der Schulbezirke überlassen wir den Eltern die Entscheidung, wo sie ihre Kinder hinschicken und ersparen uns eine harte politische Diskussion." Auch einer Zwangsmaßnahme des Freistaates könne man so zuvorkommen.

An die Zweenfurther, für die sich bei einem etwaigen Aus für die Borsdorfer Grundschule der Weg erheblich verlängern würde, dachte Sonja Gausmann (Linkspartei). Da die Entfernung nach Panitzsch drei Kilometer betrage, sei ein Schülerverkehr vorgeschrieben, versuchte Ortschef Martin, Bedenken zu zerstreuen. Lediglich Harald Juckeland, Mitglied des Fördervereins der Panitzscher Grundschule, konnte der Aufhebung der Schulbezirke nicht zustimmen und enthielt sich der Stimme. Er begrüße zwar die Wahlfreiheit für die Eltern. In der Konsequenz sei es dann allerdings mit den überschaubaren kleinen Klassen in Panitzsch bald vorbei.

In diesem Jahr werden in Borsdorf 23 und in Panitzsch 39 Kinder eingeschult. Laut Schulnetzplan habe Borsdorf bis 2015/16 mit rund 30 bis 50 Kindern zu rechnen, Panitzsch mit 20 bis 35. Bis August soll eine Studie vorliegen, die genaueren Aufschluss über die künftige Schullandschaft gibt.

Simone Prenzel

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