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Wurzen Endspurt im historischen Borsdorfer Schulgemäuer
Region Wurzen Endspurt im historischen Borsdorfer Schulgemäuer
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06:00 04.05.2016
Ost- und Westflügel des Freien Gymnasiums Borsdorf werden sich nach der Sanierung in unterschiedlicher Farbgebung präsentieren. Quelle: Thomas Kube
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Borsdorf

Ein weiterer Meilenstein wird am Freien Gymnasium Borsdorf genommen. Während die ersten Abiturienten in der Schulgeschichte des FGB über ihren Prüfungen schwitzen, streben auch die Bauleute nach Bestleistungen. „Dieser Tage können weitere Klassenzimmer im Altbau ihrer Bestimmung übergeben werden“, erzählt Architekt Christian Strauß bei einem Gang über die Flure. Gemeinsam mit seiner Frau Bianca hält der Borsdorfer die Fäden für das Sechs-Millionen-Euro-Vorhaben in der Hand. „In Leipzig werden bei derartig umfangreichen Bauarbeiten Containerschulen errichtet, um eine Übergangslösung zu schaffen. In Borsdorf besteht die Herausforderung darin, dass wir sämtliche Arbeiten bei laufendem Schulbetrieb durchführen müssen.“ Dies sei nicht immer einfach und erfordere eine enge Abstimmung mit der Schulleitung. „Um so stolzer macht es uns, dass wir gemeinsam mit allen Beteiligten die Aufgabe bisher so gut gemeistert haben.“ Der Startschuss für Erweiterung und Umbau des Freien Gymnasiums war im Sommer 2014 gefallen. Der Neubau, der sich L-förmig an das historische Schulhaus anschließt, konnte bereits im Oktober vorigen Jahres feierlich eröffnet werden. Mit Hilfe von Fördermitteln investiert die Volkssolidarität Leipziger Land/Muldental als Träger und Eigentümer des FGB sechs Millionen Euro in die Maßnahme.

Die Arbeiten im Altbau konnten vorfristig in den Sommerferien 2015 starten und sind jetzt auf der Ziellinie. Sie beinhalteten umfangreiche Umbau- und Sanierungsmaßnahmen in dem historischen Gemäuer. „Der Denkmalschutz hat zum Beispiel großen Wert darauf gelegt, dass wir die Farbgebung aus den Anfängen beibehalten. Nach restauratorischen Befunduntersuchungen kommen die Originalfarbtöne aus der Entstehungszeit nun wieder zum Tragen.“ Während der Ostflügel 1905 erbaut wurde, folgte der Westflügel 1911. „Nicht nur in der Fassadenverzierung, die beim Ostflügel viel reichlicher ausfällt, unterscheiden sich die beiden Gebäudeteile“, erläutert Architekt Christian Strauß. Auch farblich gibt es andere Nuancen. „Dem Denkmalschutz war wichtig, dass beiden Flügeln ihre unterschiedliche Entstehungszeit anzusehen ist.“ Ebenfalls in den vergangenen Monaten wurde das Dach des Altbaus neu eingedeckt und der weithin sichtbare Schulturm verschiefert. „Eine böse Überraschung lauerte allerdings im Dachgeschoss.“ Hier sei man auf den echten Hausschwamm gestoßen, was den Bauablauf etwas ausgebremst und zu Mehrkosten geführt habe.

Keinen Einfluss haben die Architekten darauf, wann nun der endgültig letzte Bauschnitt, der Umbau der Turnhalle zur Bibliothek, starten kann. „Wir möchten damit gern so früh wie möglich beginnen, denn bis Ende nächsten Jahres muss das Vorhaben schließlich auch gegenüber dem Fördermittelgeber abgerechnet werden.“ Die Turnhalle könne aber erst vom Netz gehen, wenn die neue Sportstätte an der Ladestraße nutzbar ist.

Von Simone Prenzel

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