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Wurzen Englischsprachiges Tourneetheater liefert praxisnahen Sprachunterricht
Region Wurzen Englischsprachiges Tourneetheater liefert praxisnahen Sprachunterricht
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16:37 02.12.2016
Englischunterricht mal anders: Die Schauspieler des White Horse Theaters aus Soest stellen ein ausschließlich englischsprachiges Stück auf die Bühne. Quelle: Foto: Frank Schmidt
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Wurzen

Um den Englischunterricht praxisnah zu gestalten, haben am Magnus-Gottfried-Lichtwer-Gymnasiums die Sprachlehrer ihre Schüler mit verschiedenen Theaterstücken konfrontiert, die selbstredend ausschließlich in englischer Sprache aufgeführt wurden. Dafür gastierten in der Aula des Hauses Schauspieler des White Horse Theaters, ein englischsprachiges Tourneetheater aus dem nordrhein-westfälischen Soest. „Diesen englischsprachigen Theatertag initiieren wir Lehrer alle zwei Jahre, um unsere Arbeit vor Ort zu unterstützen. Darauf werden die Schüler vorbereitet, so dass wir auch im Nachhinein mit den Inhalten im Unterricht arbeiten können“, sagte der federführende Sprachlehrer Horst Kosel. Hintergrund sei, so erklärte der promovierte Pädagogikpsychologe, „dass es sich um ein Bildungstheater handelt, weshalb drei verschiedene Stücke aufgeführt werden.“ Für die unteren Klassenstufen wurde ein Bühnenstück mit relativ einfachem Vokabular gezeigt und für die oberen Klassenstufen ein Stück von William Shakespeare, das sowohl inhaltlich als auch textlich sehr anspruchsvoll war. „Das motiviert die Schüler. Und für uns Lehrer gibt es immer sehr reale Kommunikationsanlässe, wenn man mit den Kindern nach der Aufführung über ihre Eindrücke sprechen kann“, sagte Kosel. Um zu dokumentieren, was die Schüler aufgenommen und verstanden haben, werden die unteren Klassen über den Inhalt des Stückes Cartoons malen, die oberen Klassen sind gefordert, Rezensionen zu schreiben.

„Ja, ich habe das gute Gefühl, dass die Schüler den Inhalt des Stückes verstanden haben, das zeigten mir ihre Reaktionen, die zum Teil sehr gut zum Text gepasst haben“, konnte Sprachlehrerin Almut Höppner feststellen. „Ich habe ja schon in der Grundschule Englischunterricht gehabt und in der fünften Klasse, außerdem war ich bereits in England, wo man ja nur mit Englisch weiterkommt“, sagte Sechstklässlerin Jule Stock und schob nach, daher alles „richtig gut verstanden“ zu haben. Wie zum Beweis erklärte sie mit wenigen Sätzen den Inhalt des Erlebten. Ihr Klassenkamerad Maxim Baimler berief sich ebenfalls schon auf das Erlernte im Grundschulunterricht. „Aber so ein Theater hat noch den Vorteil, dass man dabei auch neue Vokabeln aufnimmt und hinterfragt“, sagte er. Für Fünftklässlerin Emilia Fengler war das Stück spannend und lustig zugleich, womit sie auch zum Ausdruck bringen wollte, „dass ich den Inhalt der Story ganz gut verstanden habe“.

Finanziert wird das Projekt privat von den Eltern der Schüler, so Kosel abschließend. „Wir nehmen den vom Theater vorgegebenen Preis an und diskutieren ihn nicht, weil wir vom Erfolg überzeugt sind. Außerdem erleben die Schüler damit ein Stück Kultur, die ein Engagement in finanzieller Hinsicht erfordert. Und dass dies von den Eltern unterstützt wird, zeigt die 100-prozentige Teilnahme der Schüler.“

Von Frank Schmidt

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