Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Wurzen Entente Florale zum Minimal-Tarif
Region Wurzen Entente Florale zum Minimal-Tarif
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
05:00 18.02.2012

. Stadtrat und Öffentlichkeit erfuhren beim Bürgerfrühstück im Januar davon. Kosten für den kommunalen Haushalt sollen laut Stadtsprecherin nicht entstehen – eine ehrgeizige Aufgabe.

An der Kostenfrage können auch ehrbare Projekte scheitern. Gerade in Kommunen wie Wurzen, die nicht über enorme Einnahmen verfügen und sich keine Sorgen über ihre finanzielle Situation machen müssen. Deswegen ließ die Ankündigung der Stadt, dass durch die Teilnahme an der Blumenschau Entente Florale keine Kosten entstünden, auch einige Mitglieder des Stadtrates aufhorchen. Dreht sich doch die Entente zum Großteil um den Blumenschmuck in einer Kommune – und dieser ist nicht gratis zu haben.

Rein formal sind mit der Anmeldung an dem Wettbewerb, der unter dem Motto „Gemeinsam aufblühen" vom Zentralverband Gartenbau, dem Deutschen Städtetag, dem Deutschen Städte- und Gemeindebund sowie dem Deutschen Tourismusverband ausgelobt wird, keine Gebühren verbunden. Auch andere monetäre Kriterien für die Einreichung der Unterlagen gibt es nicht. Kosten können aber durchaus auf eine Kommune zukommen, wenn sie sich für die Entente Florale ins Zeug legen will. Denn um geehrt zu werden, investieren die Städte und Gemeinden mitunter kräftig. So zum Beispiel die Stadt Teltow aus dem brandenburgischen Landkreis Potsdam-Mittelmark: Die Kommune mit rund 22 000 Einwohnern hatte verschiedene Projekte aufgelegt, um die Entente-Jury im vergangenen Jahr zu überzeugen. Rosenbeete, eine Gräserlandschaft und ein Kräutergarten, den Menschen mit Behinderung pflegen, wurden angelegt. Auch ein spezieller Bereich, in dem nur Sträucher und Bäume gesetzt wurden, die in der Bibel Erwähnung finden, existiert. Abgerundet wurde die Bewerbung durch ein eigens kreiertes Maskottchen – ein überdimensionales Raupenmodell –, das speziell für die Entente Florale entworfen wurde. „Wie viel Geld uns die Bewerbung gekostet hat, kann man nicht sagen", sagt Teltows Stadtsprecherin Andrea Neumann. Denn die Gelder seien aus vielen verschiedenen Haushaltsposten geflossen. „Aber es wird ein mittlerer fünfstelliger Betrag gewesen sein", so Neumann. „Wir haben uns ja auch zwei Jahre im Voraus überlegt, dass wir am Wettbewerb teilnehmen wollen." Die Bewerbung sei eben nicht umsonst. Der Lohn: Teltow sicherte sich Silber.

Auch die Wurzener Stadtverwaltung sammelt schon Ideen, um im Juli die Jury zu überzeugen. Beispielsweise könnten die Kreisverkehre mit Blumen verschönert werden, Brachflächen in der Altstadt dank der Hilfe von Blumen neu erstrahlen. Die Verwaltung bleibt aber dabei, dass Investitionen wie in Teltow nicht notwendig seien. Es würde kein zusätzliches Haushaltsgeld investiert, sagt Stadtsprecherin Cornelia Hanspach. Die Stadt will aber vorhandene Quellen nutzen. So sollen etwa die jährlichen Bestellungen für die Begrünung der Stadt mit Blick auf die Entente Florale getätigt werden.

Ansonsten verfolgt die Domstadt, einen ähnlichen Ansatz wie schon beim Schmuck für das Festwochenende im vergangenen September. Die Verwaltung hofft, dass sich genügend Sponsoren oder Helfer finden, die freiwillig die Stadt herausputzen. Nur miteinander sei die Teilnahme an der Entente zu schaffen, so Hanspach. Kai Kollenberg

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Machern. Der Rückzug der Klinik-Betreiber aus Bad Säckingen ist in Machern Thema Nummer eins. „Ich bedauere, dass es nicht gelungen ist, den Investor von den Vorteilen anderer Standorte außerhalb des Ortskerns von Machern zu überzeugen", erklärte Bürgermeister Frank Lange (CDU).

17.02.2012

Machern.  Die Investoren der geplanten Privatklinik am Schlossplatz erklärten ihren Rückzug. Verantwortlich für die Entscheidung machte Sigma-Geschäftsführer Christoph Bielitz die „Stimmungsmache und erlittene Anfeindungen aus dem Gemeinderat und dem Bürgerverein Zukunft Mache(r)n".

17.02.2012

Gerichshain. Ein namhaftes Unternehmen hat sich vor drei Jahren im Gerichshainer Gewerbegebiet niedergelassen. Die Firma Bieri Zeltaplan wurde international durch ihre Arbeiten für das Künstlerpaar Christo und Jeanne-Claude bekannt.

07.02.2012