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Wurzen Entscheidungen zur Wurzener Kinderbibliothek vertagt
Region Wurzen Entscheidungen zur Wurzener Kinderbibliothek vertagt
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16:40 21.12.2009

. Nach genauer Kenntnis der Haushaltslage für das Jahr 2010 wird dann zwischen zwei Erweiterungs-Varianten entschieden.

 

Diese beiden Varianten hatten sich nach langen Diskussionen in Rats- und Ausschusssitzungen herauskristallisiert (die LVZ berichtete). Zur Debatte steht: Entweder kann die Kinderbibliothek, die sich im Alten Rathaus befindet, künftig die Räume der derzeitigen Galerie nutzen. Dann würde die Galerie vermutlich ins Ringelnatzhaus umziehen müssen. Oder, so sieht es die zweite Variante vor, es werden Büro- und Archivräume in der ersten Etage des Alten Rathauses für die Kinderbibliothek genutzt. Zusätzlich müssten dann Teile des Dachgeschosses ausgebaut werden. Die Galerie könnte im Alten Rathaus bleiben.

 

Die erste Variante wäre preiswerter als die zweite, könnte überwiegend durch Mittel aus dem das Konjunkturpaket II finanziert werden (50000 Euro). Dieses Geld steht grundsätzlich für die Erweiterung der Bücherei zur Verfügung – egal welche Variante letztlich umgesetzt wird. Die zweite Variante würde ersten Prüfungen zufolge allerdings über die 50000 Euro hinaus weitere etwa 133000 Euro kosten.

Nach Angaben von Kulturbetriebschefin Bettina Kretzschmar habe sich die Verwaltung bislang vergeblich nach möglichen Förderungen umgesehen, um diese 133000 Euro zu drücken. Das Alte Rathaus sei, da es bereits einmal saniert und umgebaut wurde, beispielsweise aus Mitteln der Städtebauförderung nicht erneut förderbar. Auch über den Kulturraum „Leipziger Raum“ sei nicht mit Finanzspritzen zu rechnen. Wie Kretzschmar mitteilte, „fließen im kommenden Jahr von dort fast sämtliche Investfördermittel in das neue Musikhaus nach Bad Lausick“, das rund 3,1 Mio. Euro teuer wird. Schließlich habe man in Sachen zusätzlicher Mittel aus dem Konjunkturpaket beim Kreis angefragt. Die Antwort aus Borna: Alle Mittel seien verteilt, so Kretzschmar. Bliebe noch die (theoretische) Möglichkeit Mittel, die die Stadt aus dem Konjunkturpaket II zur Verfügung hat stadtintern umzulenken. Doch bekanntlich hat man sich da bereits für Projekte entschieden. Das Geld ist verteilt.

Ob tatsächlich alle Messen für zusätzliche Fördermittel gesungen sind, ist unklar. Die Stadtverwaltung sieht das aber offenbar so. Bettina Kretzschmar appellierte dennoch an die Stadträte, sich bei Kenntnis über bislang durch die Stadtverwaltung unentdeckte Fördertöpfe an das Stadthaus beziehungsweise an den Kulturbetrieb zu wenden.

Der Stadtrat stimmte geschlossen für den Beschluss der Verwaltung, die Erweiterungsentscheidung im Zuge der Haushaltsplanung 2010 zu treffen.

Schon seit September finden im Stadthaus interne Haushaltsberatungen für das Budget 2010 statt. Aktuelle Zahlen liegen noch nicht öffentlich vor. Rosig sieht‘s nicht aus. Zuletzt hatte Oberbürgermeister Jörg Röglin von einem Defizit im Verwaltungshaushalt in Höhe von 1,5 Mio. Euro gesprochen.

Drago Bock

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