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Erdmännchen vergiftet

Erdmännchen vergiftet

Falkenhain/Dornreichenbach. Fassungslosigkeit im Tiergehege Dornreichenbach: Alle sechs Erdmännchen sind tot. Eine Untersuchung im pathologischen Institut der Leipziger Universität hat ergeben, dass Anzeichen für eine Vergiftung vorliegen.

. Ein toxikologisches Gutachten soll nun zeigen, welches Gift die Tiere gefressen haben.

Damit haben die Vereinsmitglieder Gewissheit, dass ihre Befürchtungen nicht unbegründet waren. Neben den Tieren, die am Montag aus dreißig Zentimeter Tiefe ausgegraben wurden, befanden sich Fleischbrocken, die ebenfalls untersucht werden. „Sie stammen definitiv nicht aus unserem Futter, das lässt sich schon an Größe und Form der Stücke erkennen", ist Vereinsvorsitzender Enrico Ullmann sicher.

Gedrückte Stimmung herrschte in Dornreichenbach, nachdem gestern die ersten Untersuchungsergebnisse vorlagen. Der Verein wird Strafanzeige gegen unbekannt erstatten. Am Sonnabend gegen 16 Uhr flitzten die Tiere noch putzmunter über die Anlage. „Als sie sich den ganzen Sonntag nicht zeigten, hatten wir schon ein mulmiges Gefühl", bekennt Ullmann. Afrikanische Schleichkatzen bleiben maximal zehn Stunden unter der Erde – und auch das nur nachts.

Am Montag begannen die Vereinsmitglieder schließlich zu graben. Da hatten sie noch die Hoffnung, dass die muntere Truppe allen Sicherungen zum Trotz das Weite gesucht hatte. Doch dann stießen sie auf die toten Tiere, alle an einem Fleck.

Inzwischen wurde herausgefunden, dass sie an Gehirn- und Lungenblutungen verendet sind. „Es gibt Neider,

die dem Verein den Erfolg nicht

gönnen und offenbar selbst davor nicht zurückschrecken, sich an wehrlosen Tieren zu vergreifen – einsame unzufriedene Menschen, die vom Leben noch ihre gerechte Strafe erhalten werden", macht Ullmann kein Hehl daraus, dass es ihm schwer fällt, für diesen Frevel die richtigen Worte zu finden.

Der Verein lässt sich jedoch von diesem Schock nicht lähmen. Nachdem die pathologische Untersuchung den ungeheuerlichen Verdacht bestätigt hat, geht er ganz bewusst an die Öffentlichkeit. „Vielleicht hat jemand im Tiergehege Beobachtungen gemacht, die uns bei der Aufklärung des Vorfalls helfen können", ermutigt Ullmann, ihm unter der Rufnummer 0178/2063812 keinen möglicherweise brauchbaren Hinweis vorzuenthalten.

„Wir lassen uns nicht unterkriegen. Jetzt erst recht nicht. Wir müssen jedoch dafür sorgen, dass solche Leute künftig keine Chance mehr haben, Tieren zu schaden", denkt Ullmann an Videoüberwachung der Anlage, die erst im vergangenen Jahr eingeweiht wurde. Doch dafür sei der Verein noch mehr als in der Vergangenheit auf die Unterstützung von Sponsoren, Spendern und Helfern angewiesen.

Nur drei Jahre hat es gedauert in Dornreichenbach mit ehrenamtlichem Engagement und mit viel Idealismus

die anspruchsvolle Idee umzusetzen, Erdmännchen zu halten. Die Tiere, in allen Zoos Besuchermagneten, brauchen bekanntlich eine ausbruchsichere Anlage, die in Eigeninitiative und mit Unterstützung von Sponsoren verwirklicht wurde.

Ingrid Leps

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