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Wurzen Erfolgreiche Kilometer-Jagd beim 24-Stunden-Schwimmen in Spremberg
Region Wurzen Erfolgreiche Kilometer-Jagd beim 24-Stunden-Schwimmen in Spremberg
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00:19 01.07.2017
Erfolgreiches Team: Die Wurzener Ortsgruppe der Wasserwacht absolvierte zum 24-Stunden-Schwimmen in Spremberg eine Strecke von 125,1 Kilometer und errang damit Platz drei.  Quelle: privat
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Wurzen

 Eigentlich hätte das Team der Wasserwacht die Strecke bis zum Wettkampfort gut und gern im Freistil zurücklegen können. Denn bis zum 24-Stunden-Schwimmen in Spremberg mussten die Wurzener erst einmal 148 Kilometer per Auto absolvieren. Am Ende des Vergleichs im kühlen Nass standen für die 24 Starter allein 125,1 Kilometer auf der Ergebnisliste – beinahe so viel wie für die Anfahrtstour auf vier Rädern. „Ein toller Erfolg“, kommentiert Jens Stiller den dritten Platz in der Gesamtwertung der 13 Teilnehmermannschaften.

Der 52-Jährige ist wie Bettina Belkner Vorstand des DRK-Kreisverbandes Muldental und zugleich verantwortlich für die beiden Ortsgruppen der Wasserwacht in Wurzen und Grimma. Schon deswegen kennt er die Materie aus dem Effeff. „Beide Ortsgruppen sind Teil des Wasserrettungsdienstes in Deutschland und werden bei Notfällen alarmiert.“ Am häufigsten kommt die Wasserwacht zum Einsatz, um Menschen aus Gewässern oder aus dem Eis zu retten. Ebenso gehört das Bergen von Toten oder die Suche nach Vermissten zu den Aufgaben. Derzeit, so Stiller, zählt die Ortsgruppe Grimma 109 und Wurzen 126 Mitglieder. „Etwa drei Viertel davon sind Kinder, die eine Ausbildung zum Rettungsschwimmer genießen.“

Darüber hinaus veranstaltet die Wasserwacht zweimal im Jahr – jeweils im Herbst und nach den Winterferien – Schwimmkurse. In zehn Übungsstunden lernen die Kleinen ab sechs Jahre das Einmaleins, sich über Wasser zu halten – montags in der Schwimmhalle Wurzen und mittwochs in Grimma. Pro Jahr bildet die Wasserwacht in etwa 30 bis 40 Mädchen und Jungen in Wurzen sowie 20 in Grimma aus. Leider noch nicht genug, wie Stiller angesichts der vielen tragischen Badeunfälle findet. „Natürlich hoffen wir nach unseren Kursen, dass so viele wie möglich bei den Ortsgruppen bleiben.“ Schließlich bieten die Gemeinschaften mehr als nur eine dufte Truppe. „Neben der sorgfältigen Ausbildung haben wir beim DRK zahlreiche Möglichkeiten, sich zum Wohle anderer einzubringen“, betont Stiller. Einer Karriere als Rettungsschwimmer, Bootsführer oder gar Rettungstaucher stünde dann nichts im Wege. Theoretisch mit 16, zumeist erst mit 18 Jahren können Interessenten außerdem zum Wachdienst in den Freibädern oder an der Ost- sowie Nordsee eingeteilt werden.

Doch zurück zum 24-Stunden-Rennen im Spremberger Erlebnisbad Kochsa- grund, an dem sich die Wurzener schon seit 2009 beteiligen. Diesmal kämpften knapp 500 Starter in 13 Teams um jeden Meter – von 12 Uhr am Sonnabend bis 12 Uhr sonntags. „Der Wechsel erfolgt aller 20 Minuten mit zwei Mann pro Bahn“, erläutert Stiller in wenigen Worten das Prozedere. Letztlich gelang den Muldestädtern ein dritter Platz mit 125,1 Kilometer in der Mannschaftsrangliste. Beim Nachtpokal, der Teildisziplin zwischen 23 und 5 Uhr, meisterte die Wasserwacht Wurzen 41 500 Meter und kam somit ebenfalls auf Rang drei. Nicht unerwähnt lassen will Stiller zwei Einzelergebnisse: die 42 200 Meter und folglich der erste Platz von Volker Knauth in der Altersklasse (AK) 60 männlich sowie Platz zwei für Jakob Mundry mit 8000 Meter in der AK 10 männlich. Überdies erzielte Knauth beim Nachtpokal die Silbertrophäe mit 15 400 Meter. „Respekt an alle“, so Stiller, der auch nicht mit Lob an die Organisatoren spart.

Wer mehr über die beiden Ortsgruppen der Wasserwacht erfahren möchte, kann sich in Wurzen an Cindy Stiller, E-Mail c.stiller@drk-muldental.de, oder in Grimma an Nils Geldner, E-Mail n.geldner@drk-muldental.de, wenden.

Von Kai-Uwe Brandt

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