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Wurzen Ermittlung zu illegaler Schlachtung in Wurzen laufen
Region Wurzen Ermittlung zu illegaler Schlachtung in Wurzen laufen
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18:04 06.02.2019
Dieser Hinterhof beherbergt die Anlagen, in denen der Wurzener geschlachtet hat. Ob das auch nach dem Erlass eines Verbots wegen der unhygienischen Zustände fortgesetzt wurde, prüft die Staatsanwaltschaft. Quelle: Frank Schmidt
Nordsachsen

Die vermutlich illegalen Schlachtungen in einem Wurzener Fleischereibetrieb ziehen weitere Kreise. Nach der Durchsuchung am Dienstag wird jetzt geprüft, ob Produkte aus vermeintlich illegalen Schlachtungen an Abnehmer in der Region abgesetzt worden sind. Wie berichtet, wird dem Wurzener Unternehmer vorgeworfen, ein Schlachtverbot ignoriert zu haben, das wegen der unhygienischen Zustände bereits 2014 ausgesprochen worden war. Auch im aktuellen Fall liegt eine Anzeige wegen des Verstoßes gegen das Lebensmittelgesetz vor.

Dokumenten in Nordsachsen sichergestellt

Während fünf Betriebe – neben dem Wurzener auch drei in Nordsachen und einer in Sachsen-Anhalt – von den Untersuchungen betroffen waren, bestätigte die Staatsanwaltschaft Leipzig gestern, dass Schlachtungen nur imHinterhof der Wurzener Firma in der Friedrich-Engels-Straße durchgeführt worden sind. Bei den drei im Landkreis Nordsachsen durchsuchten Objekten handele es sich um Gewerbe- und Privaträume, in denen Beweismaterial vermutet wurde.

Absatz von Produkten aus illegalen Geschäften unklar

Von den Dokumenten erhoffen sich die Ermittler Hinweise, wie das Fleisch abgesetzt wurde, erklärte Oberstaatsanwalt Ricardo Schulz. Belege sollen aufklären, welche Mengen wo und auf welchen Wegen an Abnehmer gelangt sein könne. Das Material werde nun gesichtet und ausgewertet.

Die Polizei-Durchsuchungen, an denen auch Mitarbeiter des Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramtes im Landkreis Leipzig beteiligt waren, waren am Dienstagmorgen, 9 Uhr, zeitgleich den betroffenen Objekten durchgeführt worden. Wo genau die Aktionen in Nordsachsen erfolgten, teilte Schulz nicht mit. Es handele sich aber um kleinere Orte.

Von Kai Stolle

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