Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Wurzen Erste Senioren beziehen Haus Alma in Hohburg
Region Wurzen Erste Senioren beziehen Haus Alma in Hohburg
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:36 08.05.2018
Symbolische Schlüsselübergabe: Projektleiterin Katrin Weiß, Geschäftsführerin Heike Formann und Hagen Weidemüller vom Planungsbüro (v.l.) Quelle: Frank Schmidt
Lossatal/Hohburg

In Hohburg ist am Dienstag das neu gebaute Seniorenpflegeheim mit dem Namen „Haus Alma“ offiziell eingeweiht und in Betrieb genommen worden. Zu den ersten Bewohnern gehört Ruth Teichler. Der 86-jährigen Dame war es dann auch vorbehalten, am Vormittag gemeinsam mit Bürgermeister Uwe Weigelt (SPD) das obligatorische Einweihungsband durchzuschneiden.

Rentnerin kehrt in ihren Heimatort zurück

„Dass ich so etwas überhaupt einmal in meinem Leben machen darf – ja, das war schon etwa Besonderes“, sagte die Seniorin. Sie lebt seit vielen Jahren in Hohburg, arbeitete als gelernte Krankenschwester, wohnte zwei Jahre in einem Wurzener Pflegeheim und kehrt nun wieder zurück in ihre Heimat. Mit ihr ist auch Gerda Kurth ins Haus Alma eingezogen. „Bisher konnte ich noch in den eigenen vier Wänden leben, aber ich freue mich, denn hier ist es wirklich schön“, sagte die mit 96 Jahren hochbetagte Seniorin. In das gleiche Horn stieß auch Anna Hädrich aus Schildau, die nun mit 85 Jahren als dritte Bewohnerin ins Haus Alma eingezogen ist.

Das Haus Alma bietet dem Pflegeteam und den Bewohnern tolle Bedingungen.

Es wird aber noch gut ein halbes Jahr dauern, so ließ Pflegedienstleiterin Silke Skupin wissen, bis alle 72 Zimmer belegt sind. „Wir wollen das langsam angehen, damit unser Starterteam mit 21 Mitarbeitern alle Neuankömmlinge nach und nach empfangen kann“, sagte sie.

Individuelle Betreuung der Senioren

Die Freude des Tages war allen ins Gesicht geschrieben. Auch Maria Lehmann, die als Pflegebegleiterin tätig sein wird. Allerdings sehe sie ihren Job in der Altenpflege nicht nur als Beruf, „für mich ist es eine Berufung“, sagte die 32-Jährige. Als Präsenzkraft hat Annett Sachse einen Job im Haus Alma begonnen und sorgt zukünftig vornehmlich für das leibliche Wohl der Bewohner. „Für mich besteht die Herausforderung darin“, so formuliert die 48-Jährige ihre Mission, „den Wünschen aller Bewohner gleichermaßen gerecht zu werden und trotzdem jedem eine individuelle Betreuung zukommen zu lassen.“

Jahrelanger Kampf um den Neubau

Soweit die ersten Stimmen der Protagonisten, die zukünftig den Alltag im Haus Alma bestreiten werden. Zur Einweihung, die im Beisein von Sozialministerin Barbara Klepsch (CDU) und Landtagsabgeordnete Hannelore Dietzschold (CDU) stattfand, sind auch viele freundliche und emotionale Dankesworte gefallen. Im Tenor waren sie alle gleich, um den Planern, den bauausführenden Firmen, vor allem aber den Geldgebern zu danken, die den etwa sechs Millionen Euro teuren Bau gestemmt haben. Für Bürgermeister Uwe Weigel indes endet ein achtjähriger Kampf um das Seniorenpflegezentrum, der anfangs mit einem Protestbart sogar haarige Züge angenommen hatte.

Von Frank Schmidt

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Binnen eines Jahres nach Start der Spendenaktion konnten jetzt die Kleinen des Kinderhauses Fledermaus in Thallwitz ihre neuen Spielgeräte in Beschlag nehmen. Insbesondere Bürgermeister Thomas Pöge lobt die erfolgreiche Elterninitiative.

08.05.2018

Der Wonnemonat Mai ließ sich gut an: Im Wurzener Krankenhaus der Muldentalkliniken wurden jetzt an einem Tag gleich sieben Wonneproppen geboren. Das hat es noch nie gegeben.

08.05.2018

Neues Gesicht im Kulturraum Leipziger Raum: Der 34-jährige Nerchauer Sebastian Miklitsch hat seine Tätigkeit als neuer Kultursekretär aufgenommen.

11.05.2018