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Wurzen Erster Baggerbiss für Knotenausbau von Gewerbegebiet und B 6
Region Wurzen Erster Baggerbiss für Knotenausbau von Gewerbegebiet und B 6
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14:18 15.05.2017
Für den ersten Spatenstich für den Ausbau des Knotens Gewerbegebiet Deuben/Bundesstraße 6 stieg Bürgermeister Bernd Laqua, hier mit Polier Daniel Gräser, gestern sogar in einen Bagger. Quelle: Foto: Thomas Kube
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Bennewitz/Deuben

Die Warnbaken, schränken die Breite der Bundesstraße 6 entlang des Gewerbegebietes Deuben bereits seit vergangener Woche ein, die Erdarbeiten dahinter haben am 8. Mai begonnen. Eher symbolisch war deshalb der erste Spatenstich für den Ausbau des Knotenpunktes der B 6 mit dem Gewerbegebiet, zu dem Bürgermeister Bernd Laqua (parteilos) am Freitag auf die Baustelle eingeladen hatte. Aber er drückt die Freude in der Gemeinde aus, dass das Vorhaben nach Jahren der Vorbereitung nun endlich umgesetzt wird.

Die Fahrbahn der B 6 wird auf 390 Meter (m) Länge zwischen Einmündung Teichweg und Brücke über den Saubach ausgebaut. Im Knoten zum Gewerbegebiet wird eine Linksabbiegespur angeordnet und eine Ampel installiert. Südlich der B 6 wird ein 344 m langer Rad-/Gehweg von der Ortslage Deuben bis zum Bach errichtet. Ein 25 m langer Kleintierdurchlass quert die B 6 am östlichen Ende des Gewerbegebietes und bindet an die vorhandene Leiteinrichtung an. Abwasserdruckleitung, Wasserleitung und Gas werden grabenlos unter der Amphibienleiteinrichtung verlegt. Die Gesamtbaukosten betragen 1,546 Millionen Euro. Daran beteiligt sind der Bund mit 0,257 und die Gemeinde mit 1,289 Millionen. Die Kosten werden zu 90 Prozent vom Freistaat Sachsen gefördert.

Umsetzung in mehreren Bauphasen

Der Ausbau der Bundesstraße erfolgt, technologisch bedingt, in mehreren Bauphasen. „Wir liegen voll im Plan“, zeigt sich Oberbauleiter Jürgen Nicolaus von der bauausführenden Straßen und Tiefbau GmbH Eilenburg zufrieden. „Wir haben bei optimalem Wetter die Zäune der Anlieger zurückgebaut, den Bauzaun gesetzt, 80 Meter Regenwasserkanal gebaut und die Baustraße ausgekoffert.“ Nach Fertigstellung der zweistreifigen Baustraße südlich der B 6 wird der Verkehr über diese an der Baustelle vorbeigeführt. Dann beginnt der Bau der nördlichen Fahrbahn der Bundesstraße mit der Amphibienleiteinrichtung. Nach deren Fertigstellung wird die südliche Fahrbahn hergestellt und die Leiteinrichtung durch diese fortgeführt. Anschließend wird die Anbindung an die vorhandene Bundesstraße in Deuben, Bereich Teichweg, hergestellt. Im Baubereich erhalten Fahrbahn und Anbindung an das Gewerbegebiet eine neue Asphalttrag-, Binder- und Deckschicht. Einmündende Zufahrten werden angeglichen, Bankette angearbeitet, der Erneuerungsabschnitt erhält Markierung und Beschilderung. Nach Verlagerung des Verkehrs auf den neuen Abschnitt wird die Baustraße zurückgebaut und in diesem Bereich der 2,50 Meter breite Rad-/Gehweg errichtet, ebenfalls in Asphaltbauweise.

Der Durchgangsverkehr wird in dieser Zeit weiträumig über die S 11, B 87 und

Die Anwohner hat die Straßen- und Tiefbau Eilenburg schriftlich über die Bauarbeiten und damit verbundene Einschränkungen informiert und Ansprechpartner bei Fragen genannt. „Zum Beispiel – da die Zufahrt zu den Grundstücken nicht immer sichergestellt werden kann – wenn Anlieferungen erwartet werden“, sagte Nicolaus.

Täglich sind 25 Busse im Einsatz

„Eine Baustelle bei fließendem Verkehr ist nicht einfach“, weiß er aus Erfahrung. „Insbesondere mit der Regionalbus Leipzig GmbH, die im Gewerbegebiet ihren Firmensitz hat, wurden im Vorfeld alle Bauphasen durchgesprochen. Denn wenn der Asphalt unter Vollsperrung verlegt wird, müssen die Busse außerhalb stationiert werden.“ Trotz Ferien seien dann täglich 25 Busse im Einsatz“, erklärte Fred Janke, bei Regionalbus Bereichsleiter Betrieb. „Aber gemeinsam haben wir auf dem Gelände der Agrar GmbH Machern in Grubnitz und auf dem der Firma Rath einen Ausweichstandort gefunden“, ergänzte der Bürgermeister. Janke nimmt solche Einschränkungen für das Ergebnis gern in Kauf. „Im Moment ist das Rein- und Rausfahren schon gefährlich bei den vielen Fahrzeugen auf der B 6, insbesondere wenn die Ampel aus Richtung Machern auf Grün steht. Die geplante Lichtsignalanlage gibt da Sicherheit. Und auch die Abbiegespur ist hilfreich, denn unsere längsten Busse sind 18 Meter lang und kommen beim Abbiegen auf die Gegenspur“, sagte Janke. „Viele unserer Mitarbeiter freuen sich auch auf den Radweg und sind froh, wenn sie nicht mehr auf die stark befahrene B 6 müssen.“

Die Baumaßnahme soll voraussichtlich bis 30. Oktober 2017 beendet sein. „Der Zeitplan ist ehrgeizig“, gab Laqua zu, „aber ich habe ja noch mehr vor in der Gemeinde, was sich durch diese Baumaßnahme nach hinten verschiebt, wie der Ausbau der Straße An der Teeplantage.“

Von Ines Alekowa

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