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Falkenhainer Maibaum wurde geklaut

Falkenhainer Maibaum wurde geklaut

Kaum stand er da, war er auch schon wieder weg: Der Falkenhainer Maibaum hatte ein kurzes Leben. Seit gestern erinnert nur noch ein Stumpf an seine einst prachtvolle Existenz - sehr zum Ärger von Jeanette Vetter, die stellvertretend für den Traditionsverein gegenüber der LVZ ihren Frust über das Verschwinden des Maibaums zum Ausdruck brachte: "Es ist eine Schweinerei", brachte sie die Problematik auf den Punkt.

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Ist Geschichte: Der Falkenhainer Maibaum wurde in der Nacht zum Freitag geklaut. Eine halbe Stunde brauchten die Kameraden am 1. Mai, um ihn aufzustellen.

Quelle: Jeanette Vetter

Lossatal/Falkenhain. Doch von vorn: Die Damen des Falkenhainer Traditionsvereins begannen am Vorabend zum 1. Mai mit den Vorbereitungen für das Maibaumstellen, banden den Kranz und bastelten die Dekoration. Am darauffolgenden Morgen holten die Maibrigade das Corpus Delicti aus dem Wald. "Die Feuerwehr hat den Baum dann in mühevoller Kleinarbeit auf der Festwiese aufgestellt", berichtet Jeanette Vetter. Beim anschließenden Fest noch Gegenstand der Bewunderung, war das Frühlingssymbol am Freitagmorgen wie vom Erdboden verschluckt. Der Diebstahl macht Vetter wütend: "Es wird nicht wertgeschätzt, was wir als Verein für das Dorf machen." Sie kann nicht verstehen, warum es jemand auf den Baum abgesehen haben könnte: "Es ist so gemein gegenüber den Frauen, der Feuerwehr und allen anderen, die sich Mühe gegeben haben." Der Traditionsverein hätte überlegt, dieses Jahr ganz auf den Brauch zu verzichten: "Sonst sagen immer alle, dass im Dorf nichts los ist, aber wenn wir mal was machen, wird's mit Füßen getreten."

Ob sie die Polizei einschaltet, weiß Jeanette Vetter noch nicht: "Wenn der Baum weg ist, ist er weg." Dieser Schritt würde auch die siebente Regeln der Maibaumdiebe verletzen. Sie stammt aus der Feder des bayerischen Heimatpflegers Paul Ernst Rattelmüller: "Das Brauchtum des Maibaum-Stehlens soll so gehandhabt werden, dass Juristen unnötig sind." Doch wahrscheinlich bleibt den Falkenhainern keine andere Wahl, da sie es offenbar mit einem besonders rücksichtslosen Dieb zu tun, denn wie lautet die vierte Regel? "Aufgestellte Bäume dürfen nicht mehr gestohlen werden."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 04.05.2013

Felix Forberg

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