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Wurzen Faschingsauftakt in Trebsen ohne politische Seitenhiebe
Region Wurzen Faschingsauftakt in Trebsen ohne politische Seitenhiebe
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12:14 16.11.2015
Stehende Beifallsbekundungen: Die von Tanztrainerin Melanie Ruschel angeführte Funkengarde legte traditionell am Saisonstart einen neuen Tanz auf das Parkett der Trebsener Sport- und Kulturstätte hin. Quelle: Roger Dietze
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Trebsen

Die Ausbeute der Trebsener Karnevalisten in ihrer 42. Saison dürfte mager ausfallen. Zwar konnte der Vorsitzende des Trebsener Carneval Clubs (TCC), Andreas Julius, am Sonnabendabend im Rahmen der Auftaktveranstaltung in der Sport- und Kulturstätte "Johannes Wiede" zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage den Rathausschlüssel aus den Händen von Bürgermeister Stefan Müller entgegennehmen und damit den offiziellen Start in die fünfte Jahreszeit verkünden. Der ehrenamtlich tätige Ortschef hatte jedoch nicht nur den Schlüssel seines Dienstsitzes mitgebracht, sondern auch die ernüchternde Botschaft, dass die städtischen Kassen leer seien.

Unter anderem deshalb, weil die Brandschutzmaßnahmen am Ort des alljährlichen närrischen Treibens eine stattliche Summe verschlungen hätten. Womit man schon wieder beim Thema Politik angekommen war, dem man sich doch laut Andreas Julius erst im zweiten Teil der Saison Anfang nächsten Jahres - karnevalistisch aufbereitet, versteht sich - anzunehmen vorgehabt hatte. Immerhin kam die Kostprobe des neuen Sackfeten-Programms "Norden, Süden, Osten, Westen, bei den Säcken feiert man am Besten!", das in der heißen Karnevalszeit im Februar weitere dreimal (6., 13. und 20.) in erweiterter Form an gleicher Stelle über die Bühne gehen wird, gänzlich unpolitisch daher. "Im Februar vertiefen wir die ganze Sache, und dann werden wir auf unserer karnevalistischen Reise quer durch die Republik auch politische Seitenhiebe austeilen", kündigte Julius an, dessen Verein der Tradition folgend auch die 42. Saison nicht mit dem Aschermittwoch wird enden lassen. "Wir sind diesbezüglich aber nicht mehr der einzige Verein, der dies so handhabt, vielmehr scheint dies ein Trend zu sein", so der 53-Jährige, der mit seinem 35 Frauen und Männer umfassenden TCC-Team die Eröffnungsveranstaltung dazu nutzte, um Werbung in eigener Sache zu machen. Und zwar sowohl was die Mitgliedschaft im Verein als auch die in der Funkengarde anbetrifft. Denn diese ist mit ihren neun Tänzerinnen im Alter zwischen 16 und 30 Jahren personell alles andere als solide aufgestellt, was allerdings keinen Einfluss auf die Qualität der tänzerischen Darbietung zu haben scheint. Denn die von Melanie Ruschel angeführte kleine Truppe erntete mit einem neuen Showeinlage einmal mehr die stehende Ovationen des Sackfeten-Publikums, das sich im Februar auf zwei weitere neue Tänze freuen kann.

Tänze, wie Ruschel betont, die in Schrittfolgen und Bewegungsabläufe zwar eigene Kreationen seien, mit denen man sich gleichwohl im Rahmen der Vorschriften des Deutschen Karnevalsbundes bewegen würde. Keinerlei Vorschriften macht dieser indes in punkto Nachwuchsgewinnung, über die sich jeder Verein ergo seine eigenen Gedanken machen muss. "Zwischen unseren vom Kindergarten betreuten Fünkchen und der Funkengarde klafft leider ein Loch von mehreren Jahren. Optimal wäre es daher, wenn wir eine mittlere Garde etablieren könnten, für die zusätzlicher Geldmittel und die entsprechende personelle Betreuung vonnöten sei."

Roger Dietze

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