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Wurzen Fast jeder dritte Dehnitzer ist Mitglied des Heimatvereins
Region Wurzen Fast jeder dritte Dehnitzer ist Mitglied des Heimatvereins
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10:43 02.08.2016
Gern gehen die Mitglieder des Heimatvereins auf Radtour.  Quelle: Bernd Kaiser
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Wurzen/Dehnitz

 Ganz ohne Übertreibung: Das versteht sich wohl unter einer Spitzen-Quote! Im knapp 260 Seelen zählenden Dorf Dehnitz – Ortsteil von Wurzen – gehören 75 Einwohner dem vor sieben Jahren aus der Taufe gehobenen Heimatverein an. Da scheint es nur konsequent, dass dessen Arbeite damit selbstredend Dreh- und Angelpunkt des gesellschaftlichen Lebens im Ort ist.

„Zumindest im Dorfkern gibt es in jeder Familie mindestens ein Mitglied, manchmal sogar mehrere“, erzählt die Vereinsvorsitzende Barbara Schneider. Entsprechend abwechslungsreich gestaltet sich der Dehnitzer Kulturkalender. Kein Monat vergeht, in dem der Verein nicht mindestens ein Angebot offeriert. Dabei reicht die Palette vom Osterkörbchenbasteln über Radtouren in die nähere Umgebung sowie die mittlerweile legendäre Ulkolympiade bis hin zum alljährlichen Höhepunkt der Vereinsaktivitäten, dem Erntefest mit Tanz in der Scheune.

Im vergangenen Jahr hatten sich die Dehnitzer in besonderer Weise in den Tag der Sachsen in Form eines Festumzug-Bildes eingebracht, mit dem sie ihr traditionelles Erntedankfest sowie den Dehnitzer Bismarckturm darstellten. So wie der Aussichtsturm auf dem Wachtelberg zu Dehnitz gehört, so tut es auch das alljährlich veranstaltete Erntefest samt Binden der traditionellen Erntekrone.

Eine Erntekrone der Art, mit der der Heimatverein im September 2011 das Landeserntedankfest in Wurzen eröffnen durfte. „Diese Kunst beherrschen im Verein vor allem unsere älteren weiblichen Mitglieder“, sagt Barbara Schneider, die zu den Urgesteinen der Dehnitzer Kulturszene gehört und damit auch maßgeblich am Zustandekommen der unter dem Motto „Club zu zweit“ stehenden Tanzabende beteiligt war. Sie fanden zunächst im Goldenen Tälchen, später in der Wasserglasfabrik und noch später in der Gartensparte statt.

„Wir haben in Dehnitz nie einen festen Veranstaltungsort gehabt, mussten immer dorthin ziehen, wo gerade Platz war“, erinnert sich die Vereinsvorsitzende. Dem Engagement der Einwohner hat dieser Umstand indes keinen Abbruch getan.

„Vor sieben Jahren haben wir uns dann gesagt, dass es nicht zuletzt der Fördergelder wegen Sinn machen würde, einen Verein zu gründen und unsere Angebote und Aktionen auf ordentliche Beine zu stellen“, so Barbara Schneider.

Aktionen, bei denen sich die Vereinsmitglieder auch nicht zu schade sind, sich für ein ansehnliches Dorf die Hände schmutzig zu machen. Etwa im Rahmen des städtischen Frühjahrsputzes. Auf der Basis von Spenden konnte der Heimatverein zudem Bänke im Ort aufstellen und den Spielplatz erweitern. Darüber hinaus haben sich die Vereinsmitglieder der Pflege des Denkmals und des Gedenksteins zur Ehrung der Opfer aus den beiden Weltkriegen angenommen.

Von Roger Dietze

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