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Wurzen Feriencamp mit Lerneffekten – Kinder gestalten Graffiti und Kochen
Region Wurzen Feriencamp mit Lerneffekten – Kinder gestalten Graffiti und Kochen
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16:53 12.07.2017
Anne (li.), Leiterin Jacqueline Schreiber und Lilly (re.) beim Umwandeln eines Schulhof-Abfallkorbes in einen müllschluckenden Minion. Quelle: Foto: Thomas Kube
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Brandis

Feriencamp mit Lerneffekten: Ein Abfallkorb vom Schulhof wird zum müllschluckenden Minion – eine Aufgabe der Street-Art-Gruppe innerhalb ihres Feriencamps der Brandiser Oberschule. Weiterhin wurden die Graffitiwand vervollständigt, Stoffbeutel und T-Shirts bedruckt und von einer Fotografietruppe alles dokumentiert – inclusive der schönsten Stadtansichten von Brandis. Auch körperliche Betätigung war angesagt. „Bei der Station Artistik und Parcours konnten die Schüler in der Sporthalle Einrad fahren, Jonglage üben oder einfach nur den aufgebauten Parcours versuchen zu bewältigen“, sagte Koordinatorin Susann Widder von der Hero Society aus Leipzig. Der Brandiser Schulsozialarbeiter Andreas Hoffart ergänzte: „Wir haben diesmal 48 Zehn- bis 15-jährige aus dem gesamten Muldental. Da wir diese Aktion schon das dritte Jahr durchführen, sind wir immer restlos ausgebucht, schon vor Ferienbeginn.“

In der Oberschule Brandis öffneten sich auch in der zweiten Ferienwoche die Türen. Fast 50 Schüler strömten zum Projekt Talentcampus der Volkshochschule Muldental mit dem Titel: „Jugendkultur kocht hoch“. Sie wurden schon von ihren Dozenten erwartet, die wieder ein breites Workshop-Programm vorbereitet hatten. Zu Wahl standen Graffiti, Parcours und Artistik, Fotografie, Street-Art und für alle Teilnehmer einmal Kochen für die gesamte Projektgruppe. Besucher konnten in der Turnhalle Schüler beobachten, die über Böcke, Trampoline und andere selbstgebaute Hindernisse sprangen und artistische Kunststücke probten. In allen Ecken lauerten junge Fotografen, die gekonnt verrückte Motive aus unterschiedlichsten Perspektiven abschossen. Sprayer grundierten eine Mauer am Schulcampus und gestalteten diese mit grellen Farben. Das Team Street-art erprobte das Farben- und Formenspiel auf ganz verschiedenen Untergründen. Es entstanden zauberhafte Bilder, die nun der Vergänglichkeit preisgegeben werden. In der Küche wurde täglich ein Drei-Gang-Menü von den Schülern zubereitet. Frisches Obst und Gemüse wurde verarbeitet und mit Fleisch, Beilagen und leckeren Desserts kombiniert. „Wir kochen nur das, was uns schmeckt“, so die Ansage der Schülerköche, die von einem jungen Koch aus Leipzig betreut wurden. Ein Badeausflug und die Präsentation für Eltern und Besucher krönte das Projekt zum Abschluss. Das Projekt Talentcampus der Volkshochschule Muldental wird durch die Initiative: „Kultur macht stark – Bündnisse für Bildung“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung finanziert. Um es durchführen zu können, arbeitet die VHS Muldental mit starken Partnern. Gedankt wird der Stadtverwaltung Brandis, den Mitarbeitern der Hero Society, dem Schulsozialarbeiter der AWO Familienzentrum g GmbH, allen Honorardozenten des Projektes und den Teilnehmern. Der nächste Talentcampus der VHS Muldental startet am 31.Juli in Grimma.


Von Thomas Kube

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