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Wurzen Ferienkinder basteln geheimnisvolle Jukebox mit Klangkünstler Erwin Stache
Region Wurzen Ferienkinder basteln geheimnisvolle Jukebox mit Klangkünstler Erwin Stache
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09:00 07.07.2018
Musik aus der Schachtel: Unter Anleitung von Erwin Stache und Sohn Benjamin basteln die Teilnehmer des Talentcampus in Wurzen eine Jukebox, die zaubern kann. Quelle: Kai-Uwe Brandt
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Wurzen

Hokuspokus aus der Jukebox: Erwin Stache und Sohn Benjamin haben alle Hände voll zu tun und die 21 Kinder des Talentcampus’ der Volkshochschule (Vhs) Muldental ebenso. Im Raum 2.02. der Ringelnatzgrundschule herrscht emsiges Treiben rechts und links der langen Tafel. Gleich vorn am separaten Tisch, wo der Komponist, Klangkünstler und Objektebauer Stache aus Beucha sitzt, qualmen vier Lötkolben neben Zinnrollen und elektronischen Bauteilen. Für den Augenblick lüftet der Erfinder das Geheimnis jener Schachtel aus Pappe, die er konstruierte und an der gerade die Mädchen und Jungen basteln.

Stache: Ein bisschen Zauberei

Darin verbergen sich der Lautsprecher, ein kleiner MP 3-Player mit Chipkarte und eine Platine. „Es ist ein bisschen wie Zauberei“, verrät der 57-Jährige und legt eine Zeichnung auf die Box, die einen Vogel zeigt. Der Kasten fängt plötzlich zu piepsen an, und kurz darauf rattert ein Zug über die Gleise, weil auf dem anderen Blatt Papier Schienen gemalt wurden. Die Kinder sind begeistert und mit Eifer bei der Sache. „Immerhin können sie sich bei dem Projekt nicht nur kreativ betätigen, sondern auch handwerklich“, so Stache. Vom Ergebnis ihrer Arbeit durften sich übrigens zur Präsentation am Freitagnachmittag die Eltern überzeugen. Doch der wohl größte Lohn war es für die Zehn- bis 18-Jährigen, die fertige Jukebox mit nach Hause zu nehmen.

Soziales Miteinander

„Der Schwerpunkt des Talentcampus liegt auf dem kulturellen Angebot und dem sozialen Miteinander“, berichtet Kerstin Ehrlich, Fachbereichsleiterin Kultur & Gestalten und Gesundheit der Vhs. Während der sechs Jahre, die es den Campus bereits gibt, wurden von der Bildungsstätte elf Projekte über das Programm „Kultur macht stark“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung beantragt und genehmigt.

Dazu sei stets ein Konzept erforderlich, das die Vhs für den Zeitraum von 50 Unterrichtseinheiten pro Woche auflegt, plant und organisiert. Kein leichtes Unterfangen. Schließlich müssen die Dozententeams zusammengestellt, Kooperationspartner gefunden, kräftig geworben, aber auch Essen bestellt werden. Mittlerweile, so Ehrlich, „sind alle Abteilungen der Vhs mal mehr, mal weniger mit der Umsetzung befasst – von den Fachbereichsleitern bis zum Hausmeister“.

Seit dem Start nutzten 218 Mädchen und Jungen aller Schularten – „ob Förderschule oder Gymnasium“ – die spannenden Ferienwochen. Und zwar kostenfrei. Eltern brauchen also weder das Material noch das Mittagessen, geschweige denn die Betreuerin zu bezahlen.

Nachfrage ist hoch

Wie erfolgreich die Vhs-Offerte „Talentcampus“ ist, zeigt allein schon das Interesse. In Wurzen, wo alles begann, platzte der Workshop für Techniker und Tonkünstler mit 21 Plätzen aus allen Nähten – „13 Kinder kamen diesmal leider auf die Warteliste.“ Dagegen, sagt Ehrlich, bestünde in Brandis (45 Plätze) sowie in Grimma (20 Plätze) noch die Chance für Nachzügler.

Angebote in Brandis und Grimma

Los geht es am Brandiser Gymnasium allerdings schon am 9. Juli von 9 bis 16 Uhr. Das Motto lautet hier „Jugendkultur kocht hoch“ und lockt gleich mit einem interessanten Fünferpack – Tanz, Theater und Rap, Video-Dreh, Fotografie, Handlettering und Food-Art. Die letzte Ferienwoche vom 6. bis 10. August wird in der Vhs-Geschäftsstelle Grimma, Wallgraben 7, dank verblüffender Zaubertricks versüßt – denn es heißt im Talentcampus Teil drei: „Kommunikation ist kein Trick, sondern Magie!“.

Weitere Informationen sowie Anmeldung unter www.vhs-muldental.de oder unter Telefon 03425/9 04 70

Von Kai-Uwe Brandt

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