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Wurzen Ferienkinder gehen auf Entdeckungsreise im Museum Wurzen
Region Wurzen Ferienkinder gehen auf Entdeckungsreise im Museum Wurzen
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10:55 19.07.2016
Museales Autorenteam: In ihren Museobilboxen (im Hintergrund) haben die Kinder Bühnenbilder zu ihren eigenen Geschichten gestaltet. Quelle: Foto: Frank Schmidt
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Wurzen

Unter dem Titel „Kultur macht stark“ wurde in Wurzen zu einem musealen Ferienworkshop geladen. „MuseobilBox“ nennt sich das Projekt, das von der freiberuflichen Pädagogin Sandra Hofmann-Trepák aus Leipzig im Museum Wurzen realisiert wurde. Vor allem Kinder der zweiten bis vierten Klassen aus dem Hort der Grundschule Sternwarte und des Kinderheimes Machern, aber auch Jugendliche, die von dem Projekt erfahren haben und dabei sein wollten, haben sich mit einem „Geheimnisvollen Wurzen“ beschäftigt. So wird der Titel eines Buches heißen, das im Rahmen dieses Projektes im Entstehen ist.

„Die Aufgabe der Kinder bestand darin, dass zunächst jeder ein Objekt aus dem Museum auswählt und dann auch ein Objekt in Wurzen. Beides soll für eine eigene Geschichte verknüpft werden“, erklärte die Pädagogin und schlug damit gleich zwei Fliegen mit einer Klappe. „Genau, so werden die Kinder animiert, sich sowohl mit der Vergangenheit als auch mit der Gegenwart ihrer Region intensiv zu beschäftigen.“ Besonders glücklich war Hofmann-Trepák darüber, „mithilfe von Tom Seifert, ein befreundeter Schriftsteller aus Leipzig, die Fantasie der Kinder so gut anzuregen, dass ganz tolle Geschichten entstanden sind.“ Im Ergebnis sollen die Storys aber nicht nur im schon erwähnten Buch Widerhall finden. „Das Projekt beinhaltet, eine Box zu gestalten – daher der Name Museobil-Box. Und so haben sich unsere Projektteilnehmer dafür entschieden, zu ihren Geschichten je ein Bühnenbild in ihren Boxen zu gestalten.“

Richert Meißner aus Wurzen hat „Gebrüll aus dem Dom“ thematisiert. Alle Wurzener seien daraufhin zu dem Gotteshaus gekommen. „Unter ihnen auch ein mutiger Soldat, der reingegangen ist, um gegen einen großen Löwen zu kämpfen. Nach 24 Stunden kam er wieder raus. Blutig und mit zerfetzten Sachen, aber siegreich“, erzählte der Achtjährige. Erwin Töpler fand im Museum einen Geheimgang, von dessen Decke eine geheimnisvolle Pfeilspitze fiel. „Am Ende des Ganges angekommen, war ich plötzlich in der Steinzeit. Und die Urmenschen haben mich zu ihrem Chef gemacht“, umriss der Neunjährige sein Abenteuer, in dem auch die Herkunft der Pfeilspitze aufgeklärt wird. Justin Broschinski gehörte mit 16 Jahren zu den Großen in der Autorenrunde und hat sich mit Ringelnatz beschäftigt. Zuvor habe er noch nie etwas von dem Wurzener Unikum gehört, gestand er. „Ich bin hier im Museum auf die Figur von Ringelnatz gestoßen, das hat mich inspiriert,“ sagte der Teenager. Die Hauptrollen in seiner Geschichte spielen zwei Jungs, die sich mit Ringelnatz beschäftigen.

„Wir sind mit der Museobilbox im dritten Jahr. Schön, dass die Kinder unser Museum mit ihren Augen wahrnahmen, wie wir es noch nicht gesehen haben“, freute sich Museumsleiterin Sabine Jung.

Von Frank Schmidt

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