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Wurzen Feuerwehr-Nachwuchs legt sich beim Sachsenpokal ins Zeug
Region Wurzen Feuerwehr-Nachwuchs legt sich beim Sachsenpokal ins Zeug
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00:32 08.07.2015
Die Jugendfeuerwehr des Bornaer Ortsteils Eula beim Löschangriff. Quelle: Bert Endruszeit
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Brandis

Ansonsten waren weiterhin Helm und lange Hose Pflicht, wenn es beim Löschangriff auf Punktejagd ging. Doch wer zu den Betreuern zählte, tauschte schon mal die Feuerwehrmütze kurzerhand gegen einen Strohhut aus.

Als hitzefest erwiesen sich alle angetretenen großen und kleinen Feuerwehrleute. "Meine Mädchen und Jungs sind nicht schwer zu motivieren, die wollen einfach", sagte Übungsleiterin Katrin Taetz (29) von der Jugendfeuerwehr Borna/Eula. "Alle waren pünktlich da, es hat sich niemand ins Freibad abgesetzt." Der 14-jährige Pierre wusste genau, warum er sich so ins Zeug legte. "Ich möchte später mal zur Berufsfeuerwehr. Wenn das klappt, wäre das schon toll." Bis dahin müsse er noch etliche Lehrgänge und eine Berufsausbilung absolvieren. Die Aussichten für ihn sind durchaus gut. Einige Berufsfeuerwehren seien überaltert, da werde bald Nachwuchs benötigt, hieß es am Rande der Veranstaltung.

Wer den Feuerwehrnachwuchs betreut, braucht immer auch pädagogisches Geschick. Das weiß auch die Bornaerin Ivonne. Die 17-Jährige musste bei der Jugendfeuerwehr immer mal auch als Erzieherin fungieren. "Für mich ist das eine gute Praxisprobe, denn ich mache eine Ausbildung zur Sozialassistentin und möchte dann später Erzieherin werden", sagte sie.

"Diese Wettkämpfe sind ideal, um auch den Nachwuchs zu motivieren", so Wettkampfleiter Thomas Angeli, zugleich Referatsleiter Wettbewerbe im Landesfeuerwehrverband. Denn der Sachsenpokal war ursprünglich eine Veranstaltung nur für Erwachsene; erst seit drei Jahren darf die Jugend mitmischen. "Das war damals genau die richtige Entscheidung", freute er sich. Denn Löschangriffe nach Zeit seien schließlich viel spannender als das reguläre Training am Gerätehaus.

Das sah der Brandiser Jona Meiner ähnlich. Er machte beim Hakenleitersteigen mit - und hatte dabei einen klaren Heimvorteil. Denn die Brandiser Wehr besitzt auf ihrem Übungsplatz einen Steigerturm. Immerhin musste der 17-jährige nicht in Feuerwehrdienstleidung antreten: "Für unsere Disziplin tragen wir Laufkleidung, die ist natürlich atmungsaktiver und leichter."

Für die Deutschen Feuerwehrmeisterschaften 2016 in Rostock haben sich aus dem Landkreis Leipzig die Mannschaften aus Kleinbardau und Markranstädt qualifiziert. Beim Sachsenpokal (Gesamtwertung) holte sich bei den Männern die Feuerwehr Elsnig bei Torgau den ersten Platz, gefolgt vom Team Landkreis Leipzig. Bei den Frauen siegte die Feuerwehr Taura (Nordsachsen) vor Benndorf. Das sind die Sieger im Nachwuchsbereich: Jungen 8-13 Jahre: Gruppenstafette: Roda, Löschangriff: Brandis. Mädchen 8-13 Jahre: Gruppenstafette: Parthenland, Löschangriff: Narsdorf. Jungen 14-17 Jahre: Gruppenstafette: Frohburg, Löschangriff: Fremdiswalde. Mädchen: 14-17 Jahre: Gruppenstafette: Polenz, Löschangriff: Eschefeld.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 06.07.2015
Bert Endruszeit

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