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Feuerwehr in Bennewitz gut aufgestellt

Jahreshauptversammlung Feuerwehr in Bennewitz gut aufgestellt

Auf ein erfolgreiches Jahr 2015 blickte Gemeindewehrleiter Olaf Ettig bei der Jahreshauptversammlung der Ortswehren der Gemeinde Bennewitz im Landgasthof Deuben zurück. Er dankte nicht nur den Kameradinnen und Kameraden der Ortswehren Bennewitz, Altenbach,Pausitz und Deuben für ihr Engagement, sondern auch der Wasserwehr und den Kinder- und Jugendwehren.

Einsatzbereitschaft gefordert: Die Bennewitzer Ortswehren wurden im vergangenen Jahr 48-mal alarmiert.

Quelle: dpa

Bennewitz. Auf ein erfolgreiches Jahr 2015 blickte Gemeindewehrleiter Olaf Ettig bei der Jahreshauptversammlung der Ortswehren der Gemeinde Bennewitz im Landgasthof Deuben zurück. Er dankte nicht nur den Kameradinnen und Kameraden der Ortswehren Bennewitz, Altenbach, Pausitz und Deuben für ihr Engagement, sondern auch der Wasserwehr und den Kinder- und Jugendwehren.

Im vergangenen Jahr wurden die Bennewitzer Ortswehren zu 48 Einsätzen alarmiert, davon zu sechs Bränden. 35-mal war technische Hilfeleistung gefragt, wobei die Palette so Ettig, vom schweren Unfall – durch die Gemeinde führen zwei Bundesstraßen, B 107 und B 6, – bis zur fachgerechten Entsorgung eines umgefallenen Baumes reichte. Einmal galt es ein Tier zu retten, sechsmal riefen Brandmeldeanlagen die Kameraden auf den Plan. Zum Vergleich: 2014 waren die Kameraden nur 26-mal gefordert, 2013 dagegen 53-mal. Über den Dienst an der Spritze hinaus habe man aber auch „mit Hingabe“ Veranstaltungen abgesichert, zählte Ettig beispielsweise den Tag der Sachsen in Wurzen, das Fischerfest in Altenbach, Lampionumzüge der Kitas Bennewitz und Deuben oder auch die Weihnachtsmärkte in Bennewitz und Altenbach auf.

All das, so der Wehrleiter, erfordere umfangreiches Wissen „denn auch beim kleinsten Ereignis wird umsichtiges Handeln verlangt“. Vergangenes Jahr absolvierten die Kameraden deshalb 7143 Ausbildungsstunden, das Gros vor Ort, aber auch 1147 Stunden im Kreis, 280 an der Landesfeuerwehrschule; die Jugendwehr kommt auf 1637 Stunden. In diesem Jahr werde ein Schwerpunkt beispielsweise die Atemschutzausbildung als wesentlicher Bestandteil beim Retten und Löschen sein. „Das zeigt die hohe Einsatzbereitschaft aller Kameraden“, sagte Ettig, der den Ausbildungsstand als „gut“ einschätzte. „Dadurch werden wir auch in Zukunft den Schutz der Bevölkerung sicherstellen können.“

Viel erreicht worden sei auch in Sachen Ausstattung, führte er die Erweiterung des Technikstandes in den Ortswehren, die Realisierung des Gerätehausanbaus Altenbach und die Erneuerung persönlicher Schutzausrüstung an. „Aber was nutzt die beste Technik, wenn sich Bürger nicht begeistern können, anderen zu helfen?“, fragte Ettig und freute sich deshalb um so mehr, dass die Kinder- und Jugendwehren nicht nur Zulauf haben, sondern aus ihren Reihen auch der Nachwuchs für die aktive Wehr kommt.

„Die Kinder- und Jugendwarte leisten eine hervorragende Arbeit“, sagte er. Ein Lob, in das auch Dietrich Baldeweg, stellvertretender Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes, einstimmte.So zählt die Nachwuchsabteilung in Bennewitz – sie feierte vergangenes Jahr zehnjähriges Bestehen – unter der Leitung von Torsten Koitzsch 23 Jungs und vier Mädchen. „Eine sehr starke Truppe“, so Ettig. Steffen Mayer führt in Altenbach 17 Jungs und zwei Mädchen an die Feuerwehrarbeit heran, die Bambinis, drei Jungs und sieben Mädchen, werden hier von Isabel Nitzschke betreut. Die Gemeindewehr wiederum hat aktuell 119 Kameraden in ihren Reihen, davon 92 aktive mit einem Durchschnittsalter von 36 Jahren und 27 in der Alters- und Ehrenabteilung. „Damit sind wir relativ gut aufgestellt“, meinte Ettig. „Aber darauf dürfen wir uns nicht ausruhen“, mahnte er, „denn gerade am Tag ist die Einsatzbereitschaft schwebend.“ Die Gemeinde könne hier unterstützen, indem sie für junge Kameraden den Erwerb eines LKW-Führerscheins fördere.

Bürgermeister Bernd Laqua (parteilos) bestätigte: „Wir haben große Aufgaben zu lösen.“ 2015 habe man an der Verbesserung des Hochwasserschutzes gearbeitet, zum Beispiel besonders schützenswerte Objekte aufgelistet, „um die Kräfte zielgerecht einzusetzen“. Die Verwaltung habe den Ideenaustausch mit der Wehr gesucht, wobei, so Laqua, Kritik noch zu wenig ausgesprochen werde, „aber sie muss auch Lösungsansätze bergen“. Er selbst hielt damit nicht hinterm Berg und sprach Fehler bei der Koordinierung des Einsatzes beim Brand im Reiterhof 2014 an. „Diese können nur durch gemeinsame Übungen – unserer Ortswehren wie überörtlich – abgestellt werden. Diese habe ich 2015 vermisst.“ Und schließlich, so Laqua, wurde in der Arbeitsgruppe Feuerwehr aus Gemeinderäten und Wehrleitern der Brandschutzbedarfsplan überarbeitet. „Ziel ist, den Plan als Arbeitsgrundlage bis 2015 im II. Quartal 2016 im Gemeinderat zu bestätigen.“

Natürlich bildete die Jahreshauptversammlung auch den feierlichen Rahmen, um etlichen Kameraden ihre Beförderungsurkunden zu übergeben und andere für ihren langjährigen Einsatz zu ehren. So erhielten Dirk Preller (Altenbach) und Alexander Roß (Bennewitz) das Feuerwehrehrenzeichen am Band in Bronze für zehn Jahre aktiven Dienst. Für 40 Jahre treue Dienste erhielt Ekkehard Neutsch (Bennewitz) das Ehrenkreuz des Kreisfeuerwehrverbandes.

Von Ines Alekowa

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