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Wurzen Feuerwehr wirbt mit Lichterfest in eigener Sache
Region Wurzen Feuerwehr wirbt mit Lichterfest in eigener Sache
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20:11 07.10.2018
Da liegt Musik drin: Angeführt vom Großpösnaer Schalmeienzug zog der Naunhofer Nachwuchs zum Feuerwehrgerätehaus der Parthestadt. Quelle: Roger Dietze
Naunhof

Das an einem Sonnabendabend im Normalfall ausgesprochen ruhig vor sich hin dösende Naunhof war vorgestern mit Anbruch der Dunkelheit in heller Aufregung. Punkt 19 Uhr setzte sich ein vom Naunhofer Nachwuchs und dessen Eltern und Großeltern gebildeter Lindwurm am Marktplatz in Bewegung, um sich mit akustischer Unterstützung des Großpösnaer Schalmeienzuges seinen Weg durch die Parthekommune zu bahnen. Das Ziel: die Wiesenstraße mit dem Feuerwehrgerätehaus. Dort wurde die bunte Schar bereits von Michael Wurzbach und seinen Mitstreiterinnen und Mitstreitern vom Feuerwehr-Förderverein mit Fackeln, illuminierten Bierzeltgarnituren, mit DJ-Musik und Lasereffekten, Lagerfeuer, Knüppelkuchen und weiteren kulinarischen Überraschungen zum Lichterfest empfangen. Mit diesem beendeten die Unterstützer der Naunhofer Floriansjünger zum vierten Mal ihre Saison.

Die der parthestädtischen Brandbekämpfer endet zwar wie in jedem Jahr erst am 31. Dezember um 24 Uhr, aber schon jetzt haben die Frauen und Männer hinter Wehrleiter Thomas Conrath ihr Soll übererfüllt. „Gegenüber normalen Jahren mit rund 75 Einsätzen haben die Hitze und Trockenheit der vergangenen Monate diese Zahl schon in den ersten drei Quartalen auf über 100 ansteigen lassen“, berichtete Michael Wurzbach. Die reichlich 40 aktiven Kameraden kämen damit an ihre Belastungsgrenze. „Unsere Wehr ist zwar personell nicht schlecht aufgestellt, aber die Norm fordert für eine Feuerwehr der Naunhofer Größe das Dreifache an Personal, wofür aber nicht ansatzweise die politischen Rahmenbedingungen existieren“, kritisierte der Feuerwehr-Fördervereinsvorsitzende. „Es wird höchste Zeit, dass das Ehrenamt in der Feuerwehr auch nach dem aktiven Dienst etwa in Form von Rentenpunkten anerkannt wird.“

Parallel dazu tut der Förderverein das seine, um für personellen Nachschub in der aktiven Wehr zu sorgen. „Wir müssen immer präsent sein, frei nach dem Motto ‚Steter Tropfen höhlt den Stein’, müssen die Nähe zur Bevölkerung aufrecht erhalten und uns, wo immer es möglich ist, präsentieren“, deutet der Vize-Vorsitzende Tilo Bleichrodt an, dass Aktionen wie das Lichterfest nicht ganz uneigennützig sind. Bislang seien die Bemühungen um Nachwuchs durchaus erfolgreich gewesen.

„Wir haben die Zahl der Jugendwehrmitglieder in den letzten Jahren stabil um die 15 halten können, wenngleich es eine gewisse Fluktuation gibt, die vor dem Hintergrund aber auch völlig normal ist, dass der Nachwuchs ja auch erst einmal in die Materie hineinschnuppern muss, um sich dauerhaft an uns zu binden“, so Michael Wurzbach.

Von Roger Dietze

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