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Wurzen Feuerwehren üben an Biogasanlage in Waldpolenz
Region Wurzen Feuerwehren üben an Biogasanlage in Waldpolenz
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15:15 19.05.2015
Fiktive Explosionsgefahr: Mit diesem Szenario tasten sich die Kameraden an ein für sie ungewöhnliches Einsatzgebiet heran. Quelle: Frank Schmidt

Grund ist eine fiktive Verpuffung, die Ortswehrleiter Thomas Eckert zum Szenario für eine Einsatzübung machte.

"Weil das für uns kein alltäglicher Einsatzraum ist, in dem Explosionsgefahr bestehen kann, wollen wir die Kameraden sensibel heranführen." Weshalb diese Einsatzübung am Samstag für alle etwa 50 Einsatzkräfte aus Brandis, Beucha, Polenz und Wurzen sowie vom Rettungsdienst ein offenes Geheimnis war, so dass sie sich im so genannten Bereitstellungsraum sammeln konnten. Erst mit Einsatzbeginn näherten sich die Kameraden dem Objekt. Um nicht "herantasten" zu sagen, weil es, wie Eckert formulierte, "eine relativ große Biogasanlage ist, für die es eigentlich keine Handlungsempfehlung gibt".

Zum Ziel der Übung gehörte, den Kameraden eine Möglichkeit zu geben, sich mit den Örtlichkeiten vertraut zu machen. Zudem stand Christian Richter als ABC-Fachberater im Landkreis Leipzig zur Verfügung. "Ich informiere über den Gefahrenstoff, denn wir haben es im Ernstfall mit Methan zu tun, was Explosionsgefahr bedeutet." Deshalb sei es für die Einsatzkräfte wichtig zu erkennen, ob sie sich im Explosionsbereich bewegen, was ihnen aber Messgeräte zuverlässig anzeigen könnten. Richters Ausführungen waren noch nicht einmal beendet, schon bekamen die ersten Kameraden den Einsatzbefehl, sich unter Atemschutz dem Gefahrenbereich zu nähern, weil sich dort zwei verletzte Personen befanden, die es zu retten galt.

"Ja, das kann man so sagen, die Jungs begeben sich in die Höhle des Löwen", meinte Gruppenführer Karsten Germer. Während einer der Wagemutigen nach seinem Einsatz ein Statement zu seiner physischen Belastung unter Atemschutz vehement ablehnte. "Auch wenn das eine Übung ist, muss ich das wie einen normalen Einsatz sehen und darf nichts dazu sagen", verwies er höflich aber bestimmt an die Einsatzleitung und verweigerte gar die Auskunft seines Namens. "Völlig korrekt gehandelt", bestätigte der ebenfalls anwesende stellvertretende Kreisbrandmeister Bernd Lienert. "Um aber die Frage zu beantworten: Der Einsatz in Chemieschutzanzügen (CSA) ist nicht nur physisch sondern auch körperlich eine sehr hohe Belastung für die CSA-Träger. Deshalb müssen die Leute richtig fit sein."

Die Übung wurde nach gut drei Stunden ergebnisoffen beendet. Aber eine Auswertung in den nächsten Tagen soll keine Fehler offenlegen, denn darum ging es nicht. Vielmehr ist man auf die gewonnenen Erkenntnisse durch mögliche Gefahren gespannt. Obwohl es davon "im Prinzip keine gibt", zeigte sich Juwi-Betriebsleiter Stefan Blessing fest überzeugt. "Es ist trotzdem gut und wichtig, wenn die Feuerwehr auch auf diesem Gebiet Möglichkeiten hat, Strukturen und Know-how zu testen."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom ..
Frank Schmidt

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