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Wurzen Firma kauft Rosengärtnerei
Region Wurzen Firma kauft Rosengärtnerei
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07:00 19.07.2011
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. Die berühmte Absperrung hat ihrem Käufer aber scheinbar nichts genützt. Das Unternehmen ging pleite, nun hat ein neuer Interessent die fünf Hektar entlang der ehemaligen B 6 aus der Konkursmasse erworben.

Bei dem Käufer handelt es sich um die Firma Lauer Ecotec GmbH. Wie der Borsdorfer Bauamtsleiter Marcus Planert kürzlich erläuterte, sei das Unternehmen mit konkreten Plänen an die Gemeinde herangetreten. Die Firma möchte ihren Sitz nach Borsdorf verlagern. Nötig sei dazu allerdings die Erstellung eines Bebauungsplanes. Laut bestätigtem Flächennutzungsplan sei eine gewerbliche Nutzung vom Grunde her möglich.

Die Lauer Ecotec ist eigenen Angaben zufolge auf die Demontage und Sanierung von Industrieanlagen spezialisiert. „Bundesweit sind wir in zahlreichen Chemieparks vertreten", so Geschäftsführer Erhardt Lauer in einem Schreiben an die Gemeinde. Als weitere Tätigkeitsfelder werden der Handel mit Industriebedarf und Nutzfahrzeugen sowie eine Spedition genannt. In Borsdorf wolle man die bisherigen Firmenstandorte, die sich in der Nähe von Merseburg (Sachsen-Anhalt) sowie in Zschaitz bei Döbeln befinden, an einem Ort konzentrieren. Von Borsdorf aus will Lauer seinen Internethandel für Industriebedarf unter anderem mit Tanks, Rührwerken und Trocknern abwickeln. Man benötige zudem viel Lagerplatz für montierte Teile sowie Stellplätze für die firmeneigenen LKW. „Zu Beginn", kündigte Firmenchef Lauer an, „werden wir vorhandene Gebäude nutzen." Die Reste der Gewächshäuser sollen aufgearbeitet werden, um damit Stell- und Lagerflächen zu befestigen. Am Rande des Areals können sich die neuen Eigentümer eine Baumschule vorstellen.

Im Gemeinderat fand sich eine große Mehrheit, die für die Aufstellung des B-Plans „Rosenweg" votierte. „Mich überzeugt, dass sich eine Firma mit über 90 Arbeitsplätzen in Borsdorf ansiedeln will. Da sollten wir den Weg ebnen", erklärte Karsten Fuhrig (Freie Panitzscher Wählergemeinschaft). Vor erheblichen Verkehrsbelastungen, die mit der Ansiedlung der Firma einhergehen könnten, warnte indes Arne Rodloff (CDU). Laut bisherigen Äußerungen wird mit drei bis vier LKW pro Tag gerechnet, die das Gelände anfahren.

Die Kommune möchte gleich noch ein unerledigtes Problem klären: Ein Radweg, der im Einvernehmen mit dem ehemaligen Eigentümer entlang der alten B 6 von Engelsdorf aus kommend angelegt wurde, soll endlich öffentlich gewidmet werden. „Damit zusammenhängende Fragen konnten wir durch die Insolvenz nicht mehr klären", erläutert Marcus Planert.

„Der Gemeinde entstehen durch die Planungen keinerlei Kosten", unterstreicht der Bauamtsleiter. Dazu werde ein städtebaulicher Vertrag mit dem Investor abgeschlossen. Das Planungsbüro Stefan Martin wurde vom Investor mit den nötigen Vorarbeiten beauftragt. Bürgermeister Ludwig Martin (CDU) und dessen Sohn Ilko Martin erklärten sich während der jüngsten Abstimmung deshalb für befangen.

Simone Prenzel

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