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Firmenjubiläum sorgt für Ausnahmezustand in Großzschepa

Heimatmuseum lockt zusätzlich Firmenjubiläum sorgt für Ausnahmezustand in Großzschepa

An normalen Sonntagen ist Großzschepa eins von vielen beschaulich vor sich hindösenden Dörfern im Norden des Muldentals. Am Sonntag indes war in dem Lossataler Ortsteil nichts normal.

Brigitte Döring mit Halima beim 20. Museumstag in Großzschepa.
 

Quelle: Roger Dietze

Lossatal/Grosszschepa.  An normalen Sonntagen ist Großzschepa eins von vielen beschaulich vor sich hindösenden Dörfern im Norden des Muldentals. Am Sonntag indes war in dem Lossataler Ortsteil nichts normal. Denn zusätzlich zum traditionellen, alljährlich Anfang Juni begangenen Museumstag feierte das Großzschepaer Tief- und Erdbauunternehmen Kafril das Jubiläum seiner Gründung vor 25. Jahren. Und wenn eine reichlich 170 Mitarbeiter beschäftigende Firma zur Party einlädt, dann kann dies für einen Ort von der Größe von Großzschepa schnell den Ausnahmezustand mit sich bringen, zumal sich das mittelständische Unternehmen das Partyprogramm betreffend nicht hatte lumpen lassen.

Bereits am Vormittag spielte die Formation „Geile Gugge Belgern“, das Plattenbauorchester sowie die Muldentaler Musikanten auf. Den ganzen Tag über luden Minibagger zu Probefahrten und ein Hubschrauber zu Rundflügen ein, bevor am Nachmittag die schwere Kafril-Technik in den Mittelpunkt rückte und mit technischen Vorführungen für einige Staubwolken über den Hohburger Bergen sorgte. Dabei bekamen die Party-Gäste neben technischen Details aus dem Kafril-Fuhrpark auch fast unglaubliche Zahlen zu hören. So etwa die Zahl 135 000 Euro, die die Firma alljährlich in neue Reifen investieren muss, oder jene 60 000 Euro, mit denen durchschnittlich in einem Jahr Rechnungen für Schmierstoffe und Öle beglichen werden.

Naturgemäß kleinere Brötchen bäckt demgegenüber der Verein Heimatmuseum Großzschepa, dessen mittlerweile 20. Museumstag entsprechend in Form eines Kontrastprogramms zum eher geräuschintensiven Kafril-Jubiläum in den gewohnt ruhigen Bahnen verlief. Immerhin hat auch der Heimatmuseums-Verein um seinen umtriebigen Spiritus Rector Gerold Aé die Zeichen der Zeit erkannt, dass es des Rührens der Werbetrommel in eigener Sache mehr als je zuvor bedarf. Seinen Niederschlag gefunden hat dies im Druck einer eine Reihe von Kurzinformationen rund um das Heimatmuseum enthaltenden Postkarte, die sich die Museumstag-Besucher am Sonntag sichern konnten. Darauf wuchert der Verein mit seinen Pfunden, etwa mit Exponaten aus 3500 Jahren Zschepaer Geschichte, einem bronzezeitlichen Urnengrab, einem Wandatlas des Deutschen Reiches zur Zeit Luthers und jeder Menge historischer landwirtschaftlicher Gerätschaften.

Objekte, die auch Museumstag-Besucherin Anke Kaiser aus der sächsischen Landeshauptstadt in ihren Bann zog. „Ich finde es toll, in welcher Art und Weise hier die Tradition alter Kunsthandwerke bewahrt wird“, so die 37-jährige Wahl-Dresdenerin, die verwandtschaftliche Verbindungen nach Großzschepa gelockt hatten. Apropos locken: Neben den heimatgeschichtlichen Exponaten lohnte ein Besuch des Jubiläums-Museumstages auch des Rahmenprogramms wegen, das unter anderem vom Spielmannszug der Feuerwehr Böhlitz, dem Gemischten Chor Kühren, den Röcknitzer Blasmusikanten sowie vom Saxofonquartett bestritten wurde, das zu fortgeschrittener Stunde zur Serenade bei Wein und Kerzenschein aufspielte.

Von Roger Dietze

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