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Wurzen Förderverein beseitigt Sturmschäden im Macherner Park
Region Wurzen Förderverein beseitigt Sturmschäden im Macherner Park
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00:28 22.03.2018
Konzertierte Aktion: Rund 30 Helferinnen und Helfer folgten am Sonnabend der Aufforderung des Fördervereins Schloss und Landschaftsgarten Machern zu einem Arbeitseinsatz. Quelle: Roger Dietze
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Machern

Den jüngsten, von „Friederike“ verursachten Sturmschäden wollten die Akteure des Fördervereins Schloss und Landschaftsgarten Machern am vergangenen Sonnabend zu Leibe rücken - und wurden dabei beinahe vom letzten und zugleich heftigsten Schneetief des zu Ende gehenden Winters ausgebremst. Aber eben nur beinahe. „Wir ziehen es durch“, hatte die Vereinsvorsitzende Johanna Hanspach bereits im Vorfeld in Kenntnis der heranrückenden meteorologischen Unbilden angekündigt. Und hielt mit weiteren rund 30 Mitstreiterinnen und Mitstreitern aus den Reihen ihres Vereins, weiterer Macherner Vereine sowie der Bürgerschaft Wort.

Feuerwehr und Unternehmen unterstützen Verein

Unterstützung erhielt der Förderverein zudem von der Macherner Feuerwehr, der ST Grünbau GmbH aus Leipzig in Gestalt eines Fahrzeuges sowie der Bäckerei Keller und der Gerichshainer Fleischerei Reißaus, die die Helferschar kulinarisch versorgten. „Wir sind sehr dankbar zum einen für die Unterstützung der Firmen und regionalen Gewerbetreibenden sowie zum anderen dafür, dass uns so viele Helfer trotz des Wintereinbruchs unterstützt haben“, so Johanna Hanspach, deren Verein jede Hilfe gebrauchen kann. Denn laut der Vereinsvorsitzenden hat „Friederike“ enorme Schäden in dem landschaftsgärtnerischen Kleinod angerichtet. „Es sind dem Sturm sehr viele Bäume zum Opfer gefallen. Die Schäden haben ein solches Ausmaß, dass es jetzt unsere Aufgabe ist, den Charakter des Parks wiederherzustellen.“

Weitere Einsätze geplant

Entsprechend bildete der samstägliche Einsatz nur den Auftakt zu einer Reihe weiterer Aktionen dieser Art. „Wir haben in der übernächsten Woche unsere nächste Mitgliederversammlung, auf der wir die weiteren Einsätze abstimmen werden“, so Johanna Hanspach, die vorgestern mit ihren Helfern schwerpunktmäßig im Hirschgarten, an der Ostseite des Schwemmteiches sowie am Hygieia-Tempel tätig wurde. Unter anderem mit Unterstützung von Familie Grande aus Machern. Sie war wie etliche dem Aufruf des Vereins unter dem Motto gefolgt, dass, wenn man um Hilfe gebeten wird, diese auch nicht ausschlagen sollte.

Eine Einstellung, auf die Johanna Hanspach und ihre reichlich 30 Vereinsmitglieder auch im Hinblick auf die weiteren im Landschaftsgarten anstehenden Aufgaben bauen. Denn abseits der Sturmschäden gibt es für den Förderverein jede Menge zu tun.

Restaurierung des Agnes-Tempels geplant

Der Agnes-Tempel im Schlosspark Machern. Quelle: Thomas Kube

„Die Pflege und Hege der einzelnen Gartenszenen wie etwa Wilhelms Ruh kosten der Gemeinde nicht wenig Geld, das wir als Verein von Fall zu Fall vorstrecken“, berichtet Johanna Hanspach. Und manche Dinge kosten sogar richtig viel Geld. Wie etwa die ins Auge gefasste Restaurierung des Agnes-Tempels, die laut der Vereinsvorsitzenden mit rund 50 000 Euro veranschlagt wird. „Wir haben uns bereit erklärt, den kommunalen Eigenanteil in dem von uns erhofften Fall, dass die Restaurierung gefördert wird, zu tragen“, so die Vorsitzende, deren Verein im September gemeinsam sein 25. Gründungsjubiläum feiert. „Unser Plan ist es über dieses Fest hinaus mehr Veranstaltungen unter Einbeziehung der Bevölkerung auf die Beine zu stellen.“ Hier setzte man auch auf die Zusammenarbeit mit anderen Akteuren im Ort.

Von Roger Dietze

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