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Förderverein der Förderschule Burkartshain präsentiert sich zum ersten Mal bei Schulfest

Bildung Förderverein der Förderschule Burkartshain präsentiert sich zum ersten Mal bei Schulfest

Jeanette Seidel hat einen dicken Packen A 4-Blätter in der Hand – Beitrittserklärungen zum noch jungen Förderverein der Schule zur Lernförderung in Burkartshain. Beim Schulfest warb sie nach Kräften um neue Mitstreiter. Während der Verein noch in den Kinderschuhen steckt, hat sich das Schulfest mit seiner nunmehr dritten Auflage bereits einen guten Ruf erworben.

Unter 21 verschiedenen Leckereien konnten die Besucher am Kuchenbasar wählen.

Quelle: Alekowa

Wurzen/Burkartshain. Jeanette Seidel hat einen dicken Packen A 4-Blätter in der Hand – Beitrittserklärungen zum noch jungen Förderverein der Schule zur Lernförderung in Burkartshain. Beim Schulfest am Mittwoch warb sie nach Kräften um neue Mitstreiter: „Der Mitgliedsbeitrag beträgt nur zwölf Euro, außerdem sind wir dankbar für jeden Sponsor.“

Während der Verein noch in den Kinderschuhen steckt, hat sich das Schulfest mit seiner nunmehr dritten Auflage bereits einen guten Ruf erworben. „150 Eltern haben sich angemeldet“, zeigte sich die stellvertretende Schulleiterin Katrin Thiel zufrieden mit der Resonanz. „Uns ist dieser Tag wichtig, weil er Kinder und Eltern die Möglichkeit bietet, einander kennen zu lernen, denn nach der Schule haben sie dazu kaum Gelegenheit.“ Die rund 120 Mädchen und Jungen der Förderschule kommen aus dem gesamten nördlichen Muldental – Wurzen, Lossatal, Thallwitz, Bennewitz, Machern, Brandis und Borsdorf.

Die moderne Bildungsstätte, die erst seit elf Jahren ihr Domizil in der Fremdiswalder Straße 2 hat, öffnete nicht nur ihre Türen für interessierte Besucher. Sie hatte mit Hilfe von Partnern wie dem Deutschen Roten Kreuz, der Feuerwehr Wurzen und anderen eine ganze Reihe von Stationen vorbereitet, die von den Kindern mit Begeisterung angesteuert wurden.

Während es zum Beispiel die Jungs eher zum Bogenschießen zog, versuchten sich Mädchen bei der Wollwerkstatt Calbitz im Filzen. So auch Lilly (9), die auf einem Schwamm als Unterlage und mit einer speziellen Nadel ein Herz formte. „Das macht Spaß. Ich habe schon einen Schmetterling gemacht“, zeigte sie stolz. Vielleicht schenke ich es meiner Mama.“ – „Wir sind schon mehrere Jahre mit dabei“, erzählte Birgit Kutschke und freute sich, dass ihr im Wortsinn kunterbuntes Angebot „immer schön angenommen“ werde. Denn auf dem Tisch und in Körben türmten sich Berge von Wolle. „Wir haben auf unserem Bauernhof Schafe, Alpakas und Kaschmirziegen, die Wolle kämmen, waschen und färben wir selbst.“

Stärken konnte man sich mit Herzhaftem, wie Knüppelkuchen und Roster, oder Süßem. Sage und schreibe 21 verschiedene Kuchen und Torten ließen die Wahl am Stand von Hauswirtschaftslehrerin Ute Köpp zur Qual werden. „Die Hälfte haben wir zusammen mit den Kindern gebacken, die andere haben wieder Eltern beigesteuert“, lobt sie deren Engagement und fügte hinzu: „Der Erlös kommt unserer Schülerfirma zugute, die sich um die Pausenversorgung kümmert.“

Immer wieder Schlangen bildeten sich auch am Stand von Jan Lehmann. Der Elternsprecher verteilte unermüdlich Zuckerwatte. Im vergangenen Jahr hatte der 50-Jährige zusammen mit seiner Frau Ines – beider Sohn lernt jetzt das fünfte Jahr in der Einrichtung – die im Oktober erfolgte Gründung des Fördervereins angeschoben und fungiert als dessen Vorsitzender. Zum Schulfest präsentierte sich der mittlerweile 20 Mitglieder zählende Verein erstmals öffentlich. „Wir haben ein Lehrerkollegium vorgefunden, das so liebevoll mit den Kindern umgeht und sie nicht an ihren Schwächen misst, sondern ihre Stärken fördert“, sagte er. Dabei wolle man es unterstützen, indem man Eltern einbindet und Sponsoren sucht. Dass das nicht leicht wird, ahnt Lehmann. „Leute zu motivieren, ist heute extrem schwer, weil eher eigene Interessen verfolgt werden, als dass etwas fürs Gemeinwohl getan wird.“ Man werde die Schule bei Festen zur Seite stehen, Projekte anschieben, versprach der Vereinsvorsitzende. Thiel ergänzte die Liste um Wandertage und Klassenfahrten, „und sicher wünschen wir uns für den Schulhof vielleicht noch das ein oder andere Spielgerät...“.

Apropos Bewegung: Im sachsenweiten Wettkampf der Förderschulen um das Sportabzeichen hatten die Burkartshainer den vierten Platz belegt. Carola Heinze vom Kreissportbund nutzte den Rahmen, um der im Juli scheidenden Schulleiterin Liane Hennig die Urkunde zu übergeben sowie 200 Euro, die zum Beispiel in Sportgeräten angelegt werden können.

Von Ines Alekowa

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