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Förderverein wählt neuen Vorstand und füllt den Kulturkalender fürs Wurzener Land

Rittergut Großzschepa Förderverein wählt neuen Vorstand und füllt den Kulturkalender fürs Wurzener Land

Mit dem dritten Jazz-Konzert in der Schlossruine am 8. Juli und dem Parkfest im September setzt der Förderverein Rittergut Großzschepa wieder zwei Höhepunkte im Kulturkalender des Wurzener Landes. Außerdem wählten die Mitglieder einen neuen Vorstand mit dem alten Vorsitzenden Jürgen Schmidt an der Spitze.

Idylle zwischen alten Mauern: Das Jazzkonzert in Großzschepa lockt mittlerweile Hunderte von Besuchern auf das Gelände des ehemaligen Rittergutes.

Quelle: Archiv

Lossatal/Grosszschepa. Der Alte ist der Neue: Mit einem klaren Votum haben die Mitglieder des Fördervereins Rittergut Großzschepa ihren Vorsitzenden Jürgen Schmidt wieder an die Spitze der Gemeinschaft gewählt. Ihm zur Seite stehen in der nächsten Legislaturperiode: Vorstandsvize Jens Karnahl, Schatzmeisterin Barbara Karnahl sowie als Beisitzer Helfried Torge und Falkmar Haase. Als Kassenprüfer erhielten Helga Winter und Jutta Stäter das Vertrauen.

Vor der Abstimmung zog Schmidt aber zunächst eine Bilanz der vergangenen fünf Jahre. So erinnerte der promovierte Diplom-Agrarpädagoge an die Anfänge 2012. Damals am 29. August erklärten sich 41 Leute im Sportlerheim bereit, den Förderverein zu gründen, um sich mit aller Kraft der Umgestaltung des desolaten Rittergutes zu widmen. „Darunter alteingesessene Großzschepaer, Zurückgekehrte, Zugezogene und Freunde des Dorfes“, betonte der 66-Jährige. Sie alle einte das Ziel, dass verwahrloste Gutsgelände mit dem einst prächtigen Barock-Herrenhaus auf Vordermann zu bringen. Die Aufgabe gelang, gleichwohl der Weg bis dahin schwer gewesen sei, resümierte Schmidt. Zurzeit gebe es 70 Vereinsmitglieder und zahlreiche Unterstützer, „die bereit sind, mitzuhelfen und mitzufeiern“.

Über die Zeit hinweg vermochte es die Gemeinschaft, aus einem vermüllten Gelände mit einsturzgefährdeten Häusern ein Ort der Erholung und Kultur zu schaffen. Die Parkanlage lädt wieder zum Spazieren ein. „Inzwischen nutzen sogar Fans von Geocaching, der digitalen Schatzsuche, aus ganz Sachsen das Terrain.“ Außerdem werde die Schlossruine bei Familienfeiern immer beliebter und als Motiv bei Fotoshootings allemal.

Doch noch seien die Mitglieder mit ihren Ideen nicht am Ende, kündigte der ehemalige Oberbürgermeister der Stadt Wurzen an. Laut Schmidt zähle zu den künftigen Vorhaben zum Beispiel der Parkteich. Hier will der Verein demnächst Fische aussetzen.

Darüber hinaus sei die frühere Scheune des Ritterguts gesichert, um sie zu einem touristischen Treffpunkt zu entwickeln. Schon deshalb wünsche sich der Vorstand einen Rad- und Fußweg, der von Kleinschepa bis zum Rittergut führt. „Einerseits ist das Verkehrsaufkommen auf der Straße nach Kleinzschepa täglich von Lkw und rasenden Fahrzeugen geprägt. Andererseits führt über diese Strecke der Weg zur Grundschule Hohburg“, begründete Schmidt den Vorstoß und hofft zugleich auf Rückendeckung aus dem Lossataler Rathaus.

Bürgermeister Uwe Weigelt (SPD), der übrigens der Versammlung beiwohnte, signalisierte für die Vereinsprojekte seine Unterstützung. Eben die erhielt der Förderverein stets von der Unternehmensgruppe Kafril mit Sitz in Großzschepa. Insofern sei die Hilfe von Geschäftsführer Jens Karnahl nicht mehr wegzudenken, fügte Schmidt mit Worten des Dankes an. Zum Schluss kündigte der neue Vorstandschef zwei Veranstaltungen an, die den Kulturkalender des Wurzener Landes bereichern und Hunderte von Besuchern locken: das mittlerweile dritte Jazz-Konzert am 8. Juli in der Schlossruine sowie das Parkfest am 9. und 10. September mit „neuen Überraschungen anlässlich der fünften Auflage“.

In unmittelbarer zeitlicher Nähe liegt da allerdings der Termin für den nächsten Arbeitseinsatz. „Wir wollen am 8. April den Park aufräumen. Los geht es 8.30 Uhr für die Vereinsmitglieder und Freunde.“

Von Kai-Uwe Brandt

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