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Wurzen FranceMobil macht im Brandiser Gymnasium Station – viele Fragen zur Terrorproblematik
Region Wurzen FranceMobil macht im Brandiser Gymnasium Station – viele Fragen zur Terrorproblematik
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Der Langeweile keine Chance: Perrine Schaeffner gab den Brandiser Gymnasiasten dynamische Einblicke in ihr Heimatland und dessen Kultur. Quelle: Roger Dietze
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Brandis

"Wir haben mit den Schülerinnen und Schülern zwar bereits zu Wochenbeginn das Thema aufgegriffen, das Interesse daran ist aber grundsätzlich sehr groß und die Fragen an einen französischen Muttersprachler entsprechend zahlreich", berichtet die Brandiser Französischlehrerin Tina Paschold. Bei besagter Muttersprachlerin in der dritten Brandiser FranceMobil-Runde handelte es sich um Perrine Schaeffner aus der Alpenstadt Grenoble, die seit zwei Monaten in Deutschland lebt. Und sich damit nach eigener Aussage einen Traum erfüllt. "Ich war sprachlich nie sonderlich begabt, nach einem französisch-deutschen Theateraustausch bin ich aber auf den Geschmack an der Fremdsprache gekommen", erzählt die 29-Jährige, die ihren Lebensunterhalt unter anderem als Theaterpädagogin bestreitet und dabei auch viel mit dem Nachwuchs zu tun hat. Berufliche Qualitäten, die am Donnerstag zum Tragen kamen.

Zwar nahm sich die Südfranzösin am Ende jeder Stunde auch gezielt den Fragen der Brandiser Gymnasiasten zur Terrorproblematik an, darüber hinaus aber hielt sie an ihrem Programm fest, dass die Kultur und Sprache ihres Heimatlandes näherbringen möchte. Und zwar auf eine sehr dynamische Art und Weise, die Langeweile gar nicht erst aufkommen ließ. Ein probates Mittel für die 29-Jährige, um die sprachlichen Qualitäten der ihr anvertrauten Schülerinnen und Schüler herauszukitzeln.

"Viele können mehr als sie denken, haben aber eine gewisse Hemmschwelle", sagt Perrine Schaeffner. Darüber hinaus hat sie die Erfahrung gemacht, dass sich mit zunehmendem Eintauchen in die französische Grammatik ab Klassenstufe 8 die Probleme mit der Sprache häufen. "Diese sprachlichen Herausforderungen fallen zudem in die Zeit der Pubertät, was die Sache nicht einfacher macht", ergänzt Tina Paschold.

Mit dem vom Institut français, der Robert Bosch Stiftung sowie dem Deutsch-Französischen Jugendwerk getragenen Sprach-Programm, das in diesem Jahr deutschlandweit in die 14. Runde geht und in DeutschMobil ein Pendant auf französischer Seite hat, soll der Nachwuchs zum einen die Möglichkeit erhalten, mit Muttersprachlern in Kontakt zu kommen, und zum anderen der praktische Sinn, mit diesen kommunizieren zu können, bewusst gemacht werden.

"FranceMobil ist eine gute Ergänzung zu unseren von der Schule organisierten Sprachreisen nach Frankreich, die wir alle zwei Jahre durchführen und in deren nächster Runde wir im kommenden Frühjahr nach Belgien fahren", berichtet Tina Paschold.

Roger Dietze

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