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Wurzen Freudentöne vom Martinshorn – neues Fahrzeug für die Brandiser Brandschützer
Region Wurzen Freudentöne vom Martinshorn – neues Fahrzeug für die Brandiser Brandschützer
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00:19 22.06.2017
Am Freitagabend stiegen Hundert Ballons in den abendlichen Brandiser Himmel, deren Absender mit etwas Glück einen Erlebnistag in der Brandiser Feuerwehr gewinnen können. Quelle: Roger Dietze
Brandis

Das Martinshorn, das am frühen Freitagabend in der Brandiser Innenstadt erklang, war ausnahmsweise einmal kein Anlass zur Besorgnis. Vielmehr zur Freude. Denn das Stadtfest stand diesmal ganz im Zeichen des Jubiläums „150 Jahre Freiwillige Feuerwehr Brandis“, das mit der öffentlichen Präsentation eines neuen Einsatzfahrzeuges der Firma Magirus samt dessen Segnung durch Pfarrer Christoph Steinert und einer symbolischen Schlüsselübergabe seinen Anfang nahm. Für Bürgermeister Arno Jesse (SPD) sind Amtshandlungen dieser Art zwar noch längst nicht Routine, der Stadtchef betonte aber, dass die Übergabe des neuen Einsatzfahrzeuges nach der Inbetriebnahme einer Drehleiter bereits die zweite innerhalb seiner bisherigen vierjährigen Amtszeit darstellt.

„In diesem Zusammenhang möchte ich auch einen Dank an die Stadträte richten, die den Weg frei gemacht haben für den trotz Landesförderung nicht unerheblichen städtischen Anteil an den Anschaffungskosten in Höhe von insgesamt knapp 400 000 Euro“, so Jesse, der augenzwinkernd hinzufügte, dass die Brandiser Feuerwehrleute allerdings nicht damit rechnen könnten, dass sich ein solches „Geschenk“ bei jedem folgenden Jubiläum wiederholen werde. Falk Lehmann, im Ehrenamt Brandiser Brandschützer und beruflich beim Hersteller Magirus tätig, nahm den Ball dankend auf und merkte an, dass das neue Fahrzeug weniger ein Geschenk für seine Wehr als vielmehr für diejenigen sei, denen damit geholfen werden kann. „Für uns ist ein solches Fahrzeug nicht mehr und nicht weniger als ein Arbeitstier.“

„Arbeitstiere“ dieser Art aus verschiedenen Epochen bildeten am zweiten Tag des Brandiser Stadtfestes einen weiteren Höhepunkt, der von den sächsisch-thüringischen Oldtimerfreunden gestaltet wurde. Mit von der Partie waren dabei vier Feuerwehrleute aus Schönberg im Landkreis Zwickau mit einem Garant K 30 aus dem Jahr 1960 und einem Barkas 1000 von 1967. „Dieses ist eines der ersten Fahrzeuge seiner Art, die in der DDR von der Feuerwehr in Dienst gestellt wurden“, erläuterte der Schönberger Feuerwehrmann Jürgen Landgraf.

Auch jenseits der Einsatzfahrzeug-Präsentation und des Oldtimer-Auftrittes war das diesjährige Brandiser Stadtfest vom Thema 150 Jahre Freiwillige Feuerwehr geprägt. Bereits zur Eröffnung stiegen mehrere Hundert Ballons in Herzform in den abendlichen Brandiser Himmel, deren Absender mit etwas Glück einen Erlebnistag in der Brandiser Feuerwehr gewinnen können. Am Sonnabend fand zudem ein Wettkampf der Jugendfeuerwehren statt, stellten die Brandiser Brandschützer eine historische Übung nach und waren außerdem die Mitglieder des Gefahrgutzuges Nord zu einer modernen Übung angerückt. Im Rahmenprogramm kamen die Stadtfestgäste bei Auftritten der Bands „Gipsy“ und „Landstreicher“ sowie des Frauenchores Polenz auf ihre Kosten.

Apropos Polenz: Bei der dortigen Feuerwehr tut ab sofort das in Brandis für die Neuanschaffung ausgemusterte Einsatzfahrzeug seinen Dienst, während die Polenzer Brandschützer eins ihrer bisherigen Fahrzeuge an die Beuchaer Feuerwehr weitergereicht haben. „Für die Polenzer Kameraden stellt die Übernahme des Brandiser Fahrzeuges eine Qualitätssteigerung von gut 200 Prozent dar“, erläutert der Brandiser Wehrleiter Thomas Eckert.

Von Roger Dietze

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