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Wurzen Frühjahrserwachen rund um den Schlossteich
Region Wurzen Frühjahrserwachen rund um den Schlossteich
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06:00 30.03.2016
Das Tiergehege ist immer ein Besuch wert: Vereinsvorsitzender Reinhard Otto schaut beim Neuzugang – Esel Fritz – nach dem Rechten. Quelle: Foto: Kai-Uwe Brandt
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Lossatal/Dornreichenbach

Trauer und Freude liegen für Reinhard Otto gerade eng beieinander. „Kürzlich haben wir Borstel verloren“, bedauert der Vorsitzende des Tiergehegevereins Dornreichenbach. Das Pony war ihm besonders ans Herz gewachsen, trottete stets wie ein treuer Hund hinterher, wenn er auf dem Gelände zu tun hatte. „Aber ich bin schon wieder dabei, für Ersatz zu sorgen“, erzählt der Firmenchef und Lossataler Gemeinderat, während er den Wuschelkopf von Fritz krault. „Übrigens ist das der Neuzugang – unser Esel.“ Fritz, zwölf Monate jung, stammt aus dem Raum Leipzig und leistet jetzt dem 16 Jahre alten Bodo Gesellschaft.

Auf dem gut zehn Hektar großen Gelände, das der Verein im Jahre 2000 von der Gemeinde Falkenhain übertragen erhielt, werkeln Handwerker. Sie nutzen das Frühlingswetter nicht nur für Reparaturarbeiten. Otto dreht seine Runde, bleibt nach wenigen Metern kurz vorm künftigen Freiluftkäfig der Costa-Rica-Hörnchen stehen. „Hier bauen wir einen Streichelzoo.“ Das Terrain werde lediglich durch einen Damm mit Treppe begrenzt, sodass Kinder ganz einfach zu den Schafen und Ziegen gelangen können. „Die Idee haben wir bei einem Tierparkbesuch sozusagen mit den Augen gestohlen.“ Nebenan zieren bereits drei Reihen gelber Ziegelsteine die Randfassung des neuen Hörnchen-Domizils. Noch müssen die beiden quirligen Rabauken im einzigen festen Bau darauf warten, das Heim unter freiem Himmel zu beziehen. Unterdessen schieben draußen die Erdmännchen Wache – im Stehen, auf einer Anhöhe und mit Blick zu den Volieren. Die erhalten einen Betonboden, erzählt Otto, sowie einen gemauerten Windschutz „als Rückzugsraum“. Zuletzt schaut er noch am Ziegenstall vorbei, der nun größer ist als der frühere. Doch nicht nur im Frühjahr wirbelt der Verein mit heute über siebzig Mitgliedern für den Start in die Saison. „Eigentlich sind wir das ganze Jahr über dabei, etwas zu verändern oder zu erneuern.“ So gab es auch im Winter Arbeitseinsätze.

Gut 35 000 Gäste, schätzt Otto, besuchten im Vorjahr das Dornreichenbacher Kleinod mit Park, Schlossteich, Pilgerraststätte und nahem Café. Und die kommen keineswegs einzig und allein aus der näheren Umgebung, sondern sogar von weiter her. „In den Eintrittsgeldern fand ich schon Schweizer Franken, US-Dollar und Pfund“, berichtet Otto und schmunzelt. Ernst bleibt er hingegen beim Thema Denkmalschutz. Denn jene Behörde forderte vom Verein den Rückbau der Uhu-Voliere, des Ponygeheges und der Alpakaweide, da es sich hierbei angeblich um Schwarzbauten handelt (die LVZ berichtete). Der Uhu zog um. Beim Gehege und der Weide stellte sich die Gemeinschaft quer und ging in Einspruch. Zur Frage nach dem Stand der Dinge will sich Vorsitzender Otto nicht äußern. „Der Vorgang liegt beim Rechtsanwalt.“

Von Kai-Uwe Brandt

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