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Wurzen Frühjahrsputz: Rudi staunt über Gewusel im Tierheim Wurzen
Region Wurzen Frühjahrsputz: Rudi staunt über Gewusel im Tierheim Wurzen
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06:00 24.04.2017
Matthias Kratzsch und Steffi Eichner waren aus Leipzig gekommen, um im Wurzener Tierheim kräftig mit anzupacken. Quelle: Robin Seidler
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Wurzen

Wegen des Frühjahrsputzes im Wurzener Tierheim musste Rudi am Sonnabend umziehen. Aus dem Ersatz-Zwinger konnte der Kaukasier-Hund aber gut beobachten, was in seinem angestammten Domizil passierte. Der Bau eines Unterstandes war im vollen Gang. Dort schraubte Vereinsmitglied Michael Görlitz gerade die Überdachung an.

„Rudi hält sich meistens im vorderen Teil des Zwingers auf, darum haben wir uns entschlossen, den Unterstand auch gleich ganz vorne anzubringen“, sagt die Vorsitzende des Wurzener Tierschutzvereins, Kristina Schmitt. Der Bau war eine der Aufgaben, die die vielen fleißigen Helfer am Sonnabend bewältigten. „Unsere Helfer haben außerdem den Hundespielplatz aufgeräumt, die Fliesen gestapelt, das Fundament für den angedachten Schuppen geebnet und vor allem viel alten Müll entsorgt sowie Platz geschaffen“, erzählt Schmitt.

Einige Unterstützer haben sogar bis 18 Uhr durchgezogen. Der Verein konnte sich dabei nicht nur auf Hilfe von seinen Mitgliedern stützen, auch Freunde des Tierheims sowie Freiwillige der Aktion Fair-Play-Team Leipzig fassten mit an. „Wir sind ein loser Zusammenschluss von Tierfreunden“, sagt Steffi Eichner. Angefangen habe eigentlich alles mit der Hilfe für rumänische Hunde, und in Wurzen helfe die Gruppe immer wieder gerne.

Wofür die Vorsitzende des Tierschutzvereines sehr dankbar ist: „Es ist schön, dass einmal im Frühling und einmal im Herbst alle mit anpacken. Denn solche Aufgaben wie heute können wir nicht während des laufenden Betriebes erledigen“, freut sich Kristina Schmitt.

Sie und ihre rund 70 Vereinskameraden kämpfen derzeit wieder um ein wenig Stabilität. Dabei spielt naturgemäß das Geld eine Rolle. „Wir leisten hier viel ehrenamtlich, haben aber auch zwei Stellen über soziale Maßnahmen besetzt“, informiert sie. Die Stelle der Tierheimleitung ist dagegen derzeit vakant. „Wir haben auf dieser Position im vergangenen Jahr eine Frau eingearbeitet. Doch wir mussten feststellen, dass diese Vollzeitstelle beim gesetzlichen Mindestlohn 24000 Euro im Jahr kostet. Und das können wir leider nicht stemmen“, bedauert Schmitt.

Sehr viele Kosten haben darüber hinaus im vergangenen Jahr die Besuche bei Tierärzten verschlungen. „Wir hatten leider eine Krankheitswelle und mussten oft nach Naunhof in die Praxis“, so Schmitt. Durch den Tod des dortigen Vertragstierarztes seien mehr Fahrten nötig geworden. Die Einnahmen für den Verein seien dagegen gering. „Neben den Mitgliedsbeiträgen und Spenden bekommen wir noch Zuschüsse von der Stadt Wurzen, weil wir die Fundtiere aufnehmen müssen“, so Schmitt. Mit der Gemeinde Lossatal stehe das Tierheim diesbezüglich in Verhandlungen.

Derzeit sind im Tierheim 32 Katzen und 14 Hunde untergebracht. „Die gesunden Tiere vermitteln wir recht gut. Ich wünsche mir, dass es Leute gibt, die auch die Pflege von Problemtieren übernehmen. Über Tierarzt- und weitere anfallende Kosten kann man individuell sicher sprechen“, sagt Kristina Schmitt.

Von Robin Seidler

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