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Frühjahrsputz bei Ringelnatz

Frühjahrsputz bei Ringelnatz

Wurzen. Subbotnik nennen es die einen, Frühjahrsputz nannte es der Kulturbetrieb Wurzen, was da im sowie vor und hinter dem Ringelnatzhaus stattfand.

. Helfer vom Ringelnatzverein packten ebenso mit zu wie Mitglieder des Frauenvereins „Luise" und anderer Vereinesowie weitere Bürger.

Subbotnik. – Hätte Ringelnatz des Wortes wegen seinen markanten Riechkolben gerümpft? „Das glaube ich nicht, er war ja ein Internationalist und seine Freundin Asta Nielsen war auch keine Deutsche. Aber letztlich war Ringelnatz ein deutscher Dichter und Schriftsteller, da sollte man bei einem deutschen Begriff wie Frühjahrsputz bleiben", wünschte sich Bettina Kretzschmar vom Kulturbetrieb. Doch viel besser sei es, im Sinne von Ringelnatz den Hof und die Terrasse von Herbstlaub und Unrat zu befreien sowie drinnen Fenster zu putzen und Spinnweben zu beseitigen. Doch so wichtig all das auch gewesen sein mag, jeder wusste, dass mit diesem Frühjahrsputz einmal mehr der Wunsch nach einer baldigen Sanierung des Ringelnatzhauses hervorgekehrt wurde. Denn, so Viola Hess vom Ringelnatzverein, „die Stadt hat es im Zuge der auslaufenden Städtebausanierung bis jetzt nicht vermocht, den Stellenwert des Ringelnatzhauses deutlich zu machen." Private Objekte seien vor kommunalen bevorzugt worden, so der Vorwurf. Zumindest bleibt die Hoffnung auf ein Umdenken. Immerhin seien 2010 im Haushalt 60 000 Euro für Planungsmittel eingestellt worden, die, so eine Zusicherung an den Ringelnatzverein, erhalten bleiben, ergänzte Viola Hess. „Wir sind von einer Sanierung noch weit entfernt, suchen aber nach Varianten", sagte Oberbürgermeister Jörg Röglin, der auch zum Frühjahrsputz erschienen war und damit rechnen musste, mit dem Problem konfrontiert zu werden. „Leider werden in den Förderprogrammen, die vom Freistaat aufgesetzt werden und die für das Ringelnatzhaus in Frage kommen, im Augenblick nur ganz geringe Prioritäten eingeräumt", sagte Röglin. Schließlich werde für die Sanierung etwa eine Million Euro veranschlagt, die man mitnichten einfach so aus der Portokasse bezahlen könne. Röglin: „Wenn das eine private Maßnahme wäre, käme man mit deutlich weniger Geld aus. Aber wir befinden uns im öffentlichen Raum, da müssen wir über Brandschutz und Sicherheit nachdenken. Und auch über Klimatisierung, wenn hier wieder ein Museum rein soll." Natürlich stehe das Ringelnatzhaus relativ weit oben auf der Prioritätenliste, so Röglin. Relativ heißt aber, es gibt noch ganz andere Projekte, die zu realisieren seien. „Wir haben ein Gymnasium mit einem Sanierungsbedarf von vier Millionen Euro, die Kita Kühren mit zwei Millionen Euro, Lüptitzer Straße mit reichlich einer Million Euro und, und, und. Das Ringelnatzhaus hat leider nicht die höchste Priorität."

Naturgemäß sehen das diejenigen anders, die sich nicht nur mit dem Frühjahrsputz für den Erhalt und die Nutzung des Ringelnatzhauses mühen. Unter ihnen Elke Schumann und Claudia Bönisch, die drinnen mit Besen und Putzlappen wirbelten, während draußen alles dafür getan wurde, damit zum Landeserntedankfest die Terrasse als Kleinkunstbühne genutzt werden kann. „Wenn sich das bewährt, wären weitere Veranstaltungen dieser Art gut möglich", dachte Bettina Kretzschmar laut nach.

Frank Schmidt

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