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Wurzen Frühstücksoase kehrt in Grimmas Alte Feuerwehr zurück
Region Wurzen Frühstücksoase kehrt in Grimmas Alte Feuerwehr zurück
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14:55 12.01.2016
Endspurt: Im Mehrgenerationenhaus hat unter anderem Helga Schneider schon mit dem Um- und Einräumen begonnen.   Quelle: Foto: Frank Schmidt
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Grimma

 Die Akteure des Grimmaer Mehrgenerationshauses sitzen auf gepackten Koffern und Kisten, um nach der Juniflut 2013 wieder vom alten Domizil, die „Alte Feuerwehr“ am Nicolaiplatz, Besitz zu ergreifen. Für den 22. Januar ist eine feierliche Einweihung der renovierten Räume geplant. Und damit soll der ganz normale Alltag wieder Einzug halten.

Rückblende: Wie überall in der Grimmaer Altstadt, stand auch dem Mehrgenerationenhaus 2013 das Wasser bis zum Hals. Die Räume konnten nicht mehr in vollem Umfang genutzt werden. Um nicht ganz obdachlos zu sein, versuchte man die Arbeit in einer ständigen Baustelle irgendwie fortzuführen. Bis es gar nicht mehr ging und sich im April 2014 eine Zuflucht im Ladengeschäft der ehemaligen Bücherhandlung „Bücherwurm“ in der Hohnstädter Straße 12 anbot. Da sich aber für dieses Geschäft indes ein Mieter fand, waren die Mitarbeiter und Ehrenamtlichen im Mehrgenerationenhaus nur wenige Wochen vor dem geplanten Umzug ins angestammte Domizil auf eine neuerliche Interimslösung angewiesen. Steffi Selzer, die Leiterin des Mehrgenerationenhauses, dankte in diesem Zusammenhang Martina Rische für die über 20-monatige Gastfreundschaft in der Hohnstädter Straße. Seit dem 7. Januar findet nun die Frühstücksoase in der Adventsgemeinde in der Leipziger Straße 2 statt. Nicht von ungefähr dort, denn hierher hat es auch schon vor der Flut rege Kontakte gegeben. Die Adventgemeinde Grimma engagiert sich seit 2008 für die „Frühstücksoase“ des Mehrgenerationenhauses. Jeden Donnerstag ab 9 Uhr lädt die „Frühstücksoase“ generationsübergreifend zu einem gemeinsamen Frühstück ein, bei dem nicht nur gegessen und getrunken, sondern auch miteinandergesprochen und gespielt wird. Pfarrer Jörg Wietrichowski von der Adventgemeinde Grimma freut sich über die Frühstücksoase in den Räumlichkeiten der Adventsgemeinde. „Nein, es gibt für uns keine Einschränkungen. Wir wissen ja, es ist eine Übergangslösung für drei bis vier Wochen“, erklärt Pastor Jörg Wietrichowski. „Wir freuen uns sehr auf die Eröffnung am Nicolaiplatz“, versichert Carmen Smeds in Vertretung für die erkrankte Steffi Selzer vom Mehrgenerationenhaus.

Zwar haben sich die Räumlichkeiten um gut ein Drittel reduziert, dennoch bleibe genügend Platz für ein aktives Leben in den neu hergerichteten Räumen. Möglich schnell möchte man am neuen alten Standort alle bis zur Flut praktizierten gesellschaftlichen Projekte wieder ankurbeln. Was jedoch nicht bedeute, dass diese in der Zwischenzeit eingeschlafen seien. „Wir konnten weiter arbeiten. So ist beispielsweise das Projekt Uno Mondo erst mit in die Hohnstädter Straße, später ins Jugendhaus Come In gezogen.“ Die Mitarbeiter und Ehrenamtlichen im Mehrgenerationenhaus freuen sich aber auch schon auf die „Wollmäuse“, Kinderbastelstunden sowie Kreativ- und Kochkurse. Und ein weiterer Aspekt spiele eine gewichtige Rolle. „Das Mehrgenerationshaus mit seiner zentralen Lage und guten Busanbindung wird wieder für Interessenten und Besucher besser zu erreichen sein“, fügt Carmen Smeds voller Erwartungen an.

Von Frank Schmidt

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