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Führung mit Wurzener Altstadtverein

Führung mit Wurzener Altstadtverein

Wurzen. Kieselberg, Spitzberg und Stadtwald standen im Mittelpunkt der Führung zu der der Wurzener Altstadtverein am Sonnabend eingeladen hatte. Vereinsvorsitzender Jürgen Schmidt machte sich mit einem Dutzend Teilnehmer auf, die Besonderheiten dieses Areals zu entdecken und Brücken zwischen Geschichte und Gegenwart zu schlagen.

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Den weitesten Ausflug in die Vergangenheit gab es gleich zu Beginn der etwa zweistündigen Wanderung. Jürgen Schmidt verwies an der Ecke Collmener Straße/Zillestraße auf den Galgen, der hier einst stand und zur Wurzener Gerichtsbarkeit gehörte. Lebensgefährlich ging es Jahrzehnte lang auch wenige hundert Meter weiter in Richtung Stadtausgang zu. Dort, wo sich jetzt der rund 100 Hektar umfassende Stadtwald in Richtung Lüptitzer Flur erstreckt, befand sich bis Anfang der 1990er Jahre der Übungsplatz der russischen Garnison. „Eingezäunt war das Gelände damals nicht", beantwortete Jürgen Schmidt die Frage eines Neu-Wurzeners. Jedoch habe jeder gewusst, dass hier scharf geschossen wurde und den Bereich daher freiwillig gemieden. Das indes sei jetzt anders. Der Stadtwald lockt Spaziergänger, Jogger und Radfahrer.

Die Wurzener haben ihn sehr schnell angenommen. In Zusammenarbeit von Förderverein Mittleres Muldegebiet und Stadtverwaltung wäre es gelungen, hier das größte zusammenhängende Aufforstungsgebiet Sachsens zu schaffen. Jürgen Schmidt verwies auf rund 300 Tonnen Munition und Schrott, die von Fachfirmen aus dem Boden entfernt wurden. Auch hier setzte Wurzen Zeichen. „Wir sind bislang die Einzigen, bei denen es gelungen ist, ein ehemaliges Übungsgelände vollständig zu entmunitionieren", erklärte der Vereinsvorsitzende. Die Birkenallee jedoch, gepflanzt von den russischen Soldaten, sei geblieben und erinnere an diesen Teil der Wurzener Geschichte.

Wie Jürgen Schmidt ergänzte, waren indes nicht die Sowjets diejenigen, die den Bereich für militärische Nutzung entdeckten. Das Spitzberggelände sei bereits Anfang des 19. Jahrhunderts vom in Wurzen stationierten Jägerbatallion für Manöver genutzt worden. „Damals konnten die Leute noch zuschauen und Berichten zufolge, war es ein riesiges Ereignis, wenn hier Manöver stattfanden", erklärte Jürgen Schmidt und vergaß im Erzählen übers trainierende Militär auch die letzte echte Kriegsaktion in der Stadt nicht. Die lieferten sich am 6. Oktober 1913 russische Kosaken und Franzosen auf dem Kieselberg.

 

 

 

Conny Hanspach

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