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Wurzen Führungswechsel in der Kreis-SPD? Runge und Bergforth bleiben in Deckung
Region Wurzen Führungswechsel in der Kreis-SPD? Runge und Bergforth bleiben in Deckung
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14:22 25.05.2016
Wechselt der SPD-Kreisverband erneut den Chef?  Quelle: Partei
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Landkreis Leipzig

 Die SPD im Landkreis Leipzig steht möglicherweise vor einem Führungswechsel. Anderthalb Wochen vor dem Kreisparteitag am 4. Juni im Röthaer Volkshaus ist unklar, ob der aktuelle Vorsitzende des Kreisverbandes, Ingo C. Runge, erneut zu Verfügung steht. Ein möglicher Alternativkandidat wäre der Brandiser Ortsvereinsvorsitzende Markus Bergforth, einer der bisherigen Vize. Sollte sich Runge als Parteichef zurückziehen, würde die SPD nach dem Zusammenschluss von Leipziger Land und dem ehemaligen Muldentalkreis innerhalb von acht Jahren zum fünften Mal ihre Nummer eins austauschen.

Markus Bergforth, einer der Stellvertreter von SPD-Kreischef Ingo C. Runge. Quelle: Frank Schmidt

Runge hatte noch vor wenigen Wochen gegenüber der LVZ erklärt, er wolle erneut SPD-Kreisvorsitzender werden. Da war der 46-Jährige mit Wohnsitz in Grimma noch überzeugt davon, dass sich die Arbeit mit den 13 Ortsvereinen auch aus der Ferne und nach Feierabend würde bewältigen lassen. Der vorjährige Grimmaer Oberbürgermeisterkandidat, der seinen Lebensunterhalt bei der Deutschen Bahn AG verdient, stand seinerzeit vorm beruflichen Wechsel von Leipzig nach Berlin, wo er mittlerweile arbeitet. Auf Anfrage, ob er wie angekündigt beim Parteitag in Rötha antreten wird, wich der Vater von vier Kinder jetzt aus. Es stünden noch eine Vorstandssitzung und ein Gespräch an, bevor er sich festlegen wolle.

Ausweichen auch bei Bergforth. Der stellvertretende SPD-Kreisvorsitzende, der bereits vor zwei Jahren vor der Wahl von Runge Interesse am Chefposten hatte erkennen lassen, erklärte nun: „Vorstellen kann man sich viel.“ Das aber sei „weder ein Dementi noch Zustimmung“. Bergforth, Jahrgang 1966, kommt wie Runge aus den alten Bundesländern, konkret aus Datteln im Ruhrgebiet. Und er fügt hinzu, „dass ich grundsätzlich zur Verfügung stehe“. Der Brandiser Parteichef war vor zwei Jahren im Raum Wurzen als SPD-Kandidat für den Landtag angetreten. Wie sähe denn ein Kreischef Bergforth die Situation der Sozialdemokraten zwischen Groitzsch und Gerichshain? Schmallippige Antwort: „Es gibt immer Dinge, die verbessert werden können.“

Einer, der die klare Aussprache nicht scheut, ist Sebastian Bothe. Der Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Markkleeberg, im Hauptberuf Wahlkreismitarbeiter der sächsischen Integrationsministerin Petra Köpping (SPD), gilt als einer der Leute in der Landkreis-Partei, die zu größeren Hoffnungen berechtigen. Schon deshalb gehört er zu den potenziellen Kandidaten-Kandidaten. Antwort Bothe: „Ich kandidiere definitiv nicht.“ Der Chef des mitgliederstärksten Ortsvereins im Landkreis Leipzig bewirbt sich erneut um ein Amt als Beisitzer.

Es gilt als offenes Geheimnis, dass der Posten des SPD-Kreisvorsitzenden schon angesichts der Dimensionen des Landkreises nur mäßig attraktiv ist. Da die Partei in den letzten 25 Jahren zudem nur in einer überschaubaren Zahl von Fällen Aussicht auf Mitgliedschaften im Landtag und im Bundestag geboten hat (Petra Köpping, Jürgen Wieczorek, Christine Kurzhals), gilt er unter Insidern in jeder Beziehung vor allem als ein Ehrenamt.

Von Nikos Natsidis

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