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Wurzen Für Birkenhof-Kreisel sollen 2018 die Bagger rollen
Region Wurzen Für Birkenhof-Kreisel sollen 2018 die Bagger rollen
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16:38 02.03.2018
Auf der B6 zwischen Wurzen und Kühren am Abzweig Birkenhof kracht es immer wieder. Quelle: Frank Schmidt
Wurzen/Kühren

Noch in diesem Jahr soll der Bau eines Kreisverkehrs auf der Bundesstraße 6 zwischen Wurzen und Kühren beginnen. Das sagte Landrat Henry Graichen (CDU) am Mittwochabend zur Kreistagssitzung in Borna. Der Abzweig Birkenhof gilt als Schauplatz zahlreicher schwerer Unfälle. Erst im September vorigen Jahres hatte sich die jüngste Tragödie ereignet. Drei Frauen im Alter von 76, 78 und 84 Jahren waren ums Leben gekommen. Sie hatten in einem Kleinwagen gesessen, dessen Fahrer die Bundesstraße überquert und einem BMW die Vorfahrt genommen hatte.

Nachdem bereits seit fünf Jahren über den Kreisel diskutiert wird, sollen in diesem Jahr endlich die Bagger rollen. „Auf Grund der gehäuften Unfallproblematik soll die Ausführung im zweiten Quartal 2018 erfolgen“, heißt es dazu im Beschlusstext, der den Kreisräten vorlag. Die Straßenbauverwaltung des Freistaates verantwortet den Bau, vertreten durch das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv). „Der Kreis ist beteiligt, da es sich bei der kreuzenden K 8313 um eine Kreisstraße handelt“, erläuterte Henry Graichen.

Pläne für die Errichtung eines Kreisels liegen seit längerem in der Schublade. Die Landesdirektion hatte für das Vorhaben bereits im Juni 2016 grünes Licht erteilt. Bislang wird der unfallträchtige Knoten mit Vorfahrtsschildern geregelt. Den Plänen zufolge soll die Trassenführung der B 6 etwa 400 Meter westlich sowie östlich vor der Kreuzung ausgebaut werden. Die Ausbaulänge beträgt rund 830 Meter, so die Verkehrsplaner. Eine bauliche Veränderung der Kreisstraße erfolge nur im unmittelbaren Bereich des Kreisverkehrs auf etwa 130 Metern.

Die baurechtlichen Voraussetzungen, die Kreuzung sicherer zu machen, bestanden seit Mitte 2016. Danach begann die Umsetzung der Pläne. Der Kreistag gab einstimmig grünes Licht für den Finanzierungspart des Landkreises. „Wir beteiligen uns demnach mit rund 250 000 Euro“, informierte Graichen. Den Löwenanteil an der Baumaßnahmen trage der Freistaat.

Die Kreuzung ist seit Jahren als Unfallschwerpunkt eingestuft, weil der Bereich schlecht einsehbar ist. Die Landesdirektion hatte bereits bei der Genehmigung des Kreisverkehrs betont, dass es dadurch immer wieder zu Zusammenstößen und schweren Unfällen komme. Auch für Rettungskräfte aus Wurzen, Kühren und Burkartshain stellte die Crash-Stelle Birkenhof deshalb in der Vergangenheit immer wieder eine Herausforderung dar.

Von Simone Prenzel

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